Die MOSA Learning Methode

Die Wirksamkeit der Lernmethode von MosaLingua beruht auf mehreren Konzepten der Kognitionswissenschaft und Psychologie:

Auch wenn manche Begriffe etwas kompliziert klingen, werden Sie schnell sehen, dass die Prinzipien recht einfach zu verstehen sind. Zudem wird Ihnen klar werden, warum MosaLingua so wirksam ist und wie sich die App von anderen Lernmethoden unterscheidet. Wir haben in der Tat bereits mehr als 500.000 Personen beim Lernen begleitet.

Das System der verteilten Wiederholung bzw. der Intervallwiederholung (Spaced Repetition System)^

Jeder kennt das: je öfter man etwas wiederholt, desto eher kann man sich später daran erinnern. Die Wenigsten kennen jedoch die beste Art und Weise, wie diese Wiederholungen durchgeführt werden sollten. Das Schlimmste, was man tun kann, ist vor einer Klausur oder Klassenarbeit zehnmal das gleiche Wort zu wiederholen, denn wenige Tage später hat man es schon wieder vergessen. Um die Information im Langzeitgedächtnis abzuspeichern, sollte man vielmehr die Wiederholungen zeitlich voneinander trennen und dabei einem Zeitplan folgen, der von Person zu Person unterschiedlich ist und auch vom Konzept abhängt, welches man sich einprägen möchte. Zum Beispiel: die erste Wiederholtung kommt nach 5 Minuten, dann nach 7 Stunden, danach nach 3 Tagen, 10 Tagen, 1 Monat, bis das Wort im Langzeitgedächtnis ist. Dieser Zeitplan wird anhand der Vergessenskurve berechnet, mit deren Hilfe ein Konzept wiederholt wird, kurz bevor man es wieder vergisst. Die zeitlichen Abstände zwischen den Wiederholungen werden dabei nach und nach größer (ref. Bahrick & Phelps).

Courbe SRS

Die SRS-Kurve: wie Sie sehen, tritt das Vergessen nach jeder Wiederholung später ein

MosaLingua nutzt eine etwas modifizierte Version des Algorithmus aus den Forschungen von Piotr Wozniak. Wenn Sie etwas mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel über Das System der verteilten Wiederholung von MosaLingua.

Das aktive Wiederholen (active recall)^

Multiple-Choice-Fragen (MC-Fragen) oder andere Lernsysteme zielen lediglich darauf ab, unter mehreren Antworten die richtige zu erkennen und sind für das Auswendiglernen überhaupt nicht wirksam. Etwas wirklich zu wissen bedeutet, etwas ohne Mühe aus seinem Gedächtnis abrufen zu können, und zwar ohne jegliche Hilfe oder ein Indiz. Das trifft insbesondere für das Lernen von Sprachen zu. MosaLingua nutzt ein System mit Flash-Karten (flashcards auf Englisch) , das mehr Mühe abverlangt, aber deutlich wirksamer ist. Außerdem wird das Erinnerungsvermögen dadurch gestärkt, dass eine Information regelmäßig aus dem Gedächtnis hervorgeholt wird. (ref. Pashler et al, 2007). Einfach ausgedrückt: der Weg im Neuronennetzwerk, über den Informationen abgerufen werden, wird schneller und verlässlicher. Aber das ist noch nicht alles: eine Frage zu beantworten, indem man sich bemüht, die Antwort aus den Tiefen seines Gedächtnis herauszukramen und auch noch richtig auszusprechen, mit sofortiger Auflösung der Frage nach dem Umdrehen der Karte, ist nicht nur wirksam, sondern macht auch noch richtig Spaß. Das ist der Grund, warum Millionen von Menschen Flash-Karten beim Lernen nutzen.

Metakognition^

Das Nachdenken über eine Antwort mit anschließender Auflösung der Frage wäre ohne den dritten und wichtigsten Teil dieser Lernmethode unvollständig: die Metakognition. Darunter versteht man das Nachdenken über das eigene Denken. Bevor MosaLingua die Antwort auf eine Frage preisgibt, werden Sie gebeten, Ihr Erinnerungsvermögen (auf einer Skala von 1 bis 4) einzuordnen. Forschungen haben ergeben, dass das Einschätzen des eigenen Lernfortschritts die Gedächtnisleistung auf sehr wirksame Art und Weise steigert (ref. self-assessment, Sadler, 2006).

Das Pareto-Prinzip^

paretoDas Pareto-Prinzip erklärt, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden. Dies kann auf ganz viele Bereiche angewendet werden. Insbesondere für Sprachen: Wussten Sie, dass die 100 gängigsten Wörter die Hälfte der Gesamtheit an geschriebenen Texten ausmachen? (für Englisch bereits bewiesen). Das heißt natürlich nicht, dass man nur diese 100 Wörter lernen sollte, aber indem man sich auf die meistgenutzten Wörter konzentriert, ist der Lernfortschritt spektakulär. Außerdem hat Globish gezeigt, dass es möglich ist, sich mit lediglich 1500 richtig gewählten Wörtern auszudrücken (bei MosaLingua können Sie mit 10 Minuten täglich in weniger als 3 Monaten zu diesem Punkt gelangen). Wenn diese Basis erst einmal erlernt wurde, bietet MosaLingua Ihnen die Möglichkeit, Ihren Wortschatz mit auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Fachvokabular zu komplettieren (die App beinhaltet mehr als 3000 Wörter). Für die Grammatik gilt dasselbe Prinzip: MosaLingua führt nach und nach Sätze mit einfacher Struktur ein, die in den meisten Fällen weiterhelfen (die sentence patterns: auch hier helfen 20% in 80% der Fälle). Indem man sich diese Sätze einprägt, extrahiert unser Gehirn Modelle, um sie auf andere Situationen anzupassen. So muss man nicht alle Grammatikregeln und Ausnahmen kennen, um sich ausdrücken zu können. Im Gegenteil: beginnt man eine Sprache mit Grammatik zu lernen, können der Lernfortschritt und die Flüssigkeit der Sprache sogar verlangsamt werden (denn während wir sprechen haben wir keine Zeit, an Grammatikregeln zu denken). Wenn man zudem vom Nutzen des Gelernten überzeugt ist, fällt das Auswendiglernen viel leichter. MosaLingua wird Ihnen niemals unnütze Sätze beibringen (z.B. „My tailor is rich“), sondern Ihnen Wörter und Sätze entsprechend Ihres Lernniveaus und Ihrer Bedürfnisse aus der Liste der am häufigsten angewendeten Wörter  vorschlagen. Sie bleiben auf jeden Fall Herr Ihres Lernens, denn Sie können immer ein Wort oder eine Aufgabe ignorieren, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihnen dies nicht weiter hilft.

Die Motivation und Psychologie des Lernenden^

elearning cerveaux neurones Eine Sprache zu erlernen ist eine wunderbare Erfahrung, die jedoch konsequentes Bemühen sowie zahlreiche Veränderungen in unserer Art zu Denken und der Gehirnfunktion erfordert. So haben Forscher etwa bewiesen, dass Menschen, die mindestens zwei Sprachen beherrschen, ein anderes Elektronenzephalogramm besitzen (ref. Klein et al. 2013), was den Ausbruch von Alzheimer verzögert (ref. Alladi, et al. 2013). Außerdem sollte man wissen, dass der Hauptgrund für das Scheitern beim Lernen einer Sprache im Motivationsmanagement liegt (zeitlich variabel). Es gibt sehr effektive Methoden, um Momente des Unmotiviertseins zu überwinden und eine Arbeit als angenehme Routine zu empfinden. Desweiteren besitzen viele Menschen gewisse Blockaden gegenüber Fremdsprachen (die während der Schulzeit entstanden sind), ohne dass sie sich dessen überhaupt bewusst sind. Daher müssen viele falsche Vorstellungen über das Sprachenlernen zunächst abgelegt werden. All diese Veränderungen können nicht an einem Tag bewältigt werden und während des Lernens muss ständig an ihnen gearbeitet werden. Wir wissen, dass jeder anders ist und daher auch eine andere Art zu lernen hat. Unser Team besteht aus vielen erfahrenen Lehrern und wir haben alle zwischen 2 und 6 Sprachen gelernt (im Selbststudium). Daher bieten wir kostenlose Lernhilfen per E-Mail an, wo wir zum Beispiel die besten Hilfsmittel im Netz vorstellen. Zudem geben Ratschläge über Extras in der App oder haben den MosaLingua-Lernclub auf dem MosaLingua-Blog initiert. Wir werden Ihnen alle notwendigen Tools bereitstellen, damit Sie Ihre eigene, personalisierte und an Ihre Bedürfnisse angepasste Lernmethode finden können.

Die MOSA Learning ® Methode^

Die in den vorigen Abschnitten vorgestellten sechs Konzepte sind die Bestandteile von MOSA Learning (Motivating Optimized System for Adaptive Learning), erfunden von MosaLingua. MOSA Learning wird konstant weiterentwickelt, da wir bemüht sind, unter Einbezug der neuesten Forschungsergebnisse eine Methode auf dem aktuellen Stand der Technologie anbieten zu können. Gleichzeitig achten wir stets auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit.

Referenzen / Quellen :^

  • Bahrick, H. P., & Phelps, E. (1987). Retention of Spanish vocabulary over 8 years. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition.

 

  • Pashler, H., Bain, P., Bottge, B., Graesser, A., Koedinger, K., McDaniel, M., & Metcalfe, J. (2007). Organizing instruction and study to improve student learning. Institute for Educational Sciences, U.S. Department of Education

 

  • Sadler, P. (2006). The impact of self- and peer-grading on student learning. Educational Assessment,

 

  • Denise Klein, Kelvin Mok, Jen-Kai Chen, Kate E. Watkins. (2013) Age of language learning shapes brain structure: A cortical thickness study of bilingual and monolingual individuals. Brain and Language

 

  • S. Alladi, et al. Nov. 6, 2013 Bilingualism delays age at onset of dementia, independent of education and immigration status. Neurology

Image by: Patrick Hoesly