Modalverben Englisch – dieses Thema taucht beim Englisch lernen häufig auf, denn diese Verben werden im Englischen sehr oft verwendet … Es ist also wichtig, sie eingehend zu lernen. Wenn man sich ihre Konstruktion und Konjugation genauer ansieht, dann erkennt man, wie man sie in einem Satz richtig anwendet. In dieser Einheit zur englischen Grammatik sind daher die englischen Modalverben das Thema.

Letztes Update: 31. August 2022


Modalverben Englisch

Wenn Sie noch nicht über diese englischen Verben Bescheid wissen, dann lesen Sie sich jetzt unseren Beitrag durch. Der Gedanke an die englische Grammatik überfordert Sie total? Lesen Sie jetzt, wie man Englisch Grammatik am besten lernt!

Modalverben Englisch: Unser umfassender Leitfaden

Die Modalverben im Englischen werden wie Hilfsverben verwendet. Sie werden genutzt, um folgende Dinge zum Ausdruck zu bringen:

  • eine Möglichkeit,
  • eine Verpflichtung/einen Befehl,
  • eine Erlaubnis,
  • ein Verbot.

Es gibt 8 Modalverben, die man kennen sollte: can, could, may, might, should, must, ought, have to.

 

Modalverben Englisch: Die Grundregeln

Die Modalverben im Englischen sind unveränderlich, was die Konjugation angeht. Ihre Form wird also nicht variiert. Nehmen wir can (dt. können) als Beispiel. Die folgende Konstruktion gilt allerdings auch für alle anderen Modalverben.

  • Wenn man einen Aussagesatz konstruiert sagt man: I can, you can, he/she/it can, we can, they Can
  • Bei einem verneinten Satz heißt es: I cannot, you cannot, he/she/it cannot, we cannot, they cannot (oder can’t für die Verneinung)
  • Und für einen Fragesatz nutzt man: can I, can you, can he/she/it, can we, can they? 

⚠️ Übrigens: Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass die Verneinung in diesem Fall als ein Wort geschrieben wird. Wir haben dieses Beispiel nicht zufällig ausgewählt: Can ist das einzige Modalverb, bei dem die Verneinung so gebildet wird. Bei den anderen Verben besteht die Verneinung aus zwei Wörtern. Wie zum Beispiel: I could not (dt. Ich könnte nicht), They may not (dt. Sie dürfen nicht) …

Abkürzungen sind im Englischen hingegen sehr gebräuchlich. So kann man problemlos sagen: I couldn’t (dt. Ich konnte nicht) oder They shouldn’t (dt. Sie sollten nicht) …

Und noch eine Besonderheit: Wenn Sie ein Modalverb und dann ein Verb im Infinitiv nutzen, wird das to des Infinitivs weggelassen. So sagt man: I could to work longer tomorrow. (dt. Ich könnte morgen länger arbeiten.).

 

Wie wendet man die Modalverben im Englischen richtig an?

Sehen wir uns nun an, wie man die einzelnen Hilfsverben im Englischen richtig anwendet.

Modalverben Englisch: Die Erlaubnis

Man kann 4 Modalverben im Englischen nutzen, um eine Erlaubnis auszusprechen. Bei der Wahl des richtigen Verbs ist der gewünschte Grad an Höflichkeit ausschlaggebend. Sprich, auch ob Sie die angesprochene Person gut kennen oder nicht. Und ob es sich um eine richtige oder rhetorische Frage handelt.

So können Sie von informell bis formell folgende Verben nutzen: can, could, may, might. Alles bedeutet natürlich „können“. Hier nun ein paar Beispiele:

  • „Can you pass me the salt, please?“ (dt. Kannst du mir bitte das Salz reichen?)
    Hier wird can verwendet, da man sich gewiss sein kann, dass die Antwort „Ja“ lautet. 
  • „Could I speak to you for a minute?“ (dt. Könnte ich eine Minute mit dir sprechen?)
    Could wird angewandt, wenn man sich fast sicher ist, dass die Antwort „Ja“ lautet.
  • „May I ask you something?“ (dt. Könnte ich Sie etwas fragen?)
    May wird genutzt, um auf höfliche Art um Erlaubnis zu fragen. Oder wenn man sich nicht sicher ist, ob die Antwort „Ja“ oder „Nein“ lautet.
  • „I wondered if I might ask you something?“ (dt. Ich frage mich, ob ich Sie um etwas bitten dürfte.)
    Might drückt wirklich ein hohes Maß an Höflichkeit aus. Es ist äußerst formell, und man kann auf diese Weise sehr vorsichtig nach einer Sache fragen. Es wird in der Tat selten benutzt. Und wenn es benutzt wird, dann nicht auf direkte Art, sondern es wird anstatt dessen meist indirekt gefragt: I wondered if I might … 

⚠️ Übrigens: Wenn die Erlaubnis schon erteilt wurde, dann verwendet man can in der Gegenwart und could in der Vergangenheit.

 

Modalverben Englisch: Die Möglichkeit

Um eine Möglichkeit auszudrücken, kann man ebenfalls die vier oben genannten englischen Modalverben verwenden. Die Wahl des Verbs hängt vom Grad der Wahrscheinlichkeit ab. Vom wahrscheinlichsten zum unwahrscheinlichsten Fall nutzt man:

  • „I can definitely do that for you.“ (dt. Das kann ich definitiv für dich machen.) –> Es ist wahrscheinlich.
  • „I could come tomorrow if you wish.“ (dt. Ich könnte morgen kommen, wenn du möchtest.) –> Zwischen wahrscheinlich und möglich.
  • „You may want to take this coat with you.“ (dt. Du könntest (vielleicht) diesen Mantel mitnehmen.) –> Sagen wir, es ist möglich.
  • „The plumber might come tomorrow.“ (dt. Der Klempner könnte morgen kommen.) –> Es ist möglich, aber wenig wahrscheinlich.

Was die Bildung der Verneinung angeht, gibt es einen großen Unterschied zwischen cannot und may/might not.

  • Cannot wird verwendet, um zu sagen, dass etwas nicht möglich ist, zum Beispiel: „He cannot be right.“ (dt. Er kann nicht recht haben.)
  • May/might not wird verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, dass es möglich ist, dass sich etwas nicht ereignet. Wie zum Beispiel in: „He may not be right.“ (dt. Es kann sein, dass er nicht recht hat.)

Und eine andere Sache: Could und Might werden auch für die Vergangenheitsform von can und may verwendet. In indirekten Sätzen verwendet man eher could und might.

  • „He told me that he could come today.“ (dt. Er hat mir gesagt, dass er heute kommen könnte.)
  • „He told me that he might come today.“ (dt. Er hat mir gesagt, dass er heute möglicherweise kommen könnte.)

 

Modalverben Englisch: Der Befehl und der Ratschlag

Alle folgenden Modalverben werden im Englischen mit „müssen“ übersetzt. Aber zwei von ihnen werden auch verwendet, um einen Befehl zu erteilen: must und have to. Dagegen werden die anderen beiden benutzt, um einen Ratschlag zu erteilen: should und ought to.

  • Must drückt eine moralische Verpflichtung aus, die man sich im Allgemeinen selbst auferlegt:
    „I must visit my uncle.“ (dt. Ich muss meinen Onkel besuchen.)
  • Have to drückt eine externe Verpflichtung aus, die von einem Dritten kommt:
    „I have to work tomorrow.“ (dt. Ich muss morgen arbeiten.)
  • Should wird verwendet, um einen Ratschlag auszusprechen, den man sich selbst oder jemand anderem gibt, oder um auf höfliche Art eine Anordnung zu machen.
    „I/you should stop smoking.“ (dt. Ich sollte/du solltest mit dem Rauchen aufhören.)
    „You shouldn’t let him do that.“ (dt. Du solltest ihn das nicht tun lassen.)
  • Ought to hat den gleichen Zweck wie should, wird aber seltener verwendet.
    „You ought to go to the doctor.“ (dt. Du solltest zum Arzt gehen.)
  • Had better wird in der gleichen Situation wie should angewandt, und gilt als Ratschlag oder Verpflichtung gegenüber sich selbst. Man könnte es mit „ich mache etwas besser“ übersetzen. So zum Beispiel in: „I’d better go if I want to arrive on time.“ (dt. Ich gehe besser, um rechtzeitig anzukommen.)

 

Modalverben Englisch: Das Verbot

Drei von unseren Modalverben können verwendet werden, um ein Verbot zum Ausdruck zu bringen. Um ein Verbot auszusprechen, von stärker zu weniger stark, verwendet man: must not, may not, cannot 

  • Must not steht für ein striktes Verbot:
    „Your report must not exceed 10 pages.“ (dt. Dein Bericht darf nicht mehr als 10 Seiten umfassen.)
  • May not ist ein formelles Verbot, aber nicht so streng wie must:
    „Limits may not be exceeded.“ (dt. Die Begrenzungen dürfen nicht überschritten werden.)
  • Cannot drückt ein informelles Verbot aus:
    „You can’t smoke here.“ (dt. Du kannst hier nicht rauchen.)

Nun haben Sie gelernt, ein Verbot, eine Erlaubnis, eine Verpflichtung und die Wahrscheinlichkeit von alledem auszudrücken. Auf verschiedene Arten, die unterschiedlich formell klingen.

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