Warum Esperanto lernen?

Esperanto ist eine Sprache, die wie alle anderen Sprachen auch über ihre eigene Kultur, Literatur, Zeitschriften… verfügt. Aber nicht über ein Land. Die Sprache kann keinem Land oder Volk zugeordnet werden, aber dafür zu einer Gemeinschaft an Sprechern, die ihr mächtig sind. Ungefähr 2 Millionen Menschen auf der ganzen Welt aus 120 verschiedenen Ländern haben sie gelernt. Esperanto ist eine universelle Sprache. Aus welchem Grund lernen Menschen sie? Genau diesem Thema widmen wir uns heute: warum Esperanto lernen? Wir machen uns auf die Spuren dieser universellen Sprache, die vor mehr als 120 Jahren geschaffen wurde.

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Gründe zum Esperanto lernen

Esperanto ist die Kreation eines Menschen, genauer gesagt von Ludwik Lejzer Zamenhof, welcher auch unter dem Namen Doktoro Esperanto (Doktor Esperanto, der Namensgeber der Sprache) bekannt ist. Er hat 1887 in einem Werk namens „Internationale Sprache“ zum ersten Mal von dieser universellen Sprache gesprochen. Seitdem wurde sie von Menschen aus etwa 120 verschiedenen Ländern gelernt und sie wird von mehr als 2 Millionen Leuten gesprochen… auch wenn es immer etwas schwer ist, die Zahl an Sprechern einer Sprache auf der ganzen Welt exakt zu benennen. Mit Welchem Interesse wird Esperanto gelernt? Warum stürzen sich so viele Leute in das Abenteuer „Esperanto lernen“, ohne dass es ein zugehöriges Land gibt?

Zamenhof, créateur de l'esperanto Grund 1: Es handelt sich um eine internationale Sprache

Das ist ein guter Grund. Esperanto gehört nicht zu einem Volk oder Land, aber die Sprache gehört zu einer Gemeinschaft an Leuten. Diese Leute haben Esperanto zur Kommunikation ausgewählt, nicht mit Nachbarn oder Arbeitskollegen, aber um mit Menschen aus aller Welt zu sprechen, frei und ohne Barriere.

Übrigens war die Idee des Erschaffers der Sprache, eine universelle Sprache zu erfinden, um endlich dieses Problem der Sprachbarriere aus der Welt zu schaffen, welches bestimmte Gemeinschaften von der gegenseitigen Verständigung davon abhält, oder auch weltweite Diskussionen über Themen, die uns alle beunruhigen, unterbindet. Wenn die ganze Welt EINE universelle Sprache sprechen würde, so hätten wir einen globalen Blick, und eine neue Sichtweise auf soziale, kulturelle und politische Fragen, die uns alle angehen.

Grund 2: Mit einer vollwertigen Kultur

Die Kultur einer Sprache wird oft mit einem Ideal verbunden: dass die ganze Welt Zugang zu einem internationalen Kommunikationsmittel hat, ohne linguistische Diskriminierung. Was bedeutet linguistische Diskriminierung eigentlich?

Das ist einfach: Leute, die eine dominante Sprache als Muttersprache haben, wie vor allem das Englische, müssen keine Sprache lernen, um verstanden zu werden, um sich Wissen anzueignen, oder auch um bei internationalen Geschäften mitzumachen. Wenn sich ein Land heutzutage am internationalen Handel beteiligen will, dann passiert das auf Englisch. Denn Englisch ist die Wirtschaftssprache. Aber die Tatsache, dass manche (bzw. viele) Leute diese Sprache zusätzlich zu ihrer Muttersprache lernen müssen, heißt noch nicht, dass sie mit Muttersprachlern auf die gleiche Stufe gestellt werden können. Diese haben Englisch nun mal als Kinder gelernt und beherrschen die Sprache folglich perfekt. So kann man auch von Diskrepanzen sprechen, wenn man in die internationale Geschäftswelt einsteigen will.

Esperanto wurde mit de Idee entworfen, linguistische Diskriminierung abzuschaffen: die gleiche Ausgangssituation für alle, alle müssen diese Sprache lernen, um kommunizieren zu können. Quasi eine neutrale Sprache. Übrigens ist ein weiteres Ziel der Sprache der Gedanke der transnationalen Bildungsmöglichkeiten: der gleiche Zugang zu Wissen für alle unabhängig von der Nationalität oder dem Lebensstandard.

Grund 3: Eine einfach zu lernende Sprache

Esperanto wurde als eine schnell und einfach zu lernende Sprache konstruiert. Man soll die Sprache 5 Mal schneller als andere Sprachen lernen können. Auch wenn manche Sprachen natürlich einfacher zu lernen sind als andere, so ist Esperanto wirklich benutzerfreundlich: es gibt nur 16 Grammatikregeln (nicht mehr, nicht weniger), eine regelmäßige Rechtschreibung, eine einzige Art und Weise zum Lesen eines Briefes, einen Klang, und eine Konjugation die auf mathematischer Logik beruht. Sind ein paar Beispiele gefällig?

Die regelmäßige Rechtschreibung

  • Nomen enden mit -o
  • Adjektive enden mit -a
  • Adverben enden mit  -e
  • Pluralformen enden mit -j („i“ ausgesprochen)

Und noch ein paar Wortbeispiele: bela bedeutet schön, granda bedeutet groß, tablo bedeutet Tisch. Und im Plural: belaj grandaj tabloj bedeutet schöne (Adjektiv im Plural) große (Adjektiv im Plural) Tische (Nomen im Plural). Einfach zu verstehen, einfach anzuwenden.

Grammatikregeln

Das Vokabular wird zur Anhängen einer Vor- oder Nachsilbe gebildet:

  • um das Gegenteil auszudrücken, fügt man  „mal-“ an den Anfang eines Wortes an. So wird aus bela (schön) malbela (hässlich).
  • für einen Diminutiv hängt man ein „-et“ an das Wortende. Libro ist ein Buch, libreto ist ein Büchlein.
  • um eine Vergrößerung auszudrucken, fügt man „-eg“ an das Ende des Wortes an. Rivero ist ein Fluss, riverego ist ein großer Strom.

Die Sprache erlaubt auch die Einsparung von Wörtern. Um zum Beispiel eine Gruppierung wie eine Kuhherde auszudrücken, fügt man einfach “ -aro“ an das Ende des Worts an: bovino heißt Kuh, bovinaro ist eine Kuhherde.

Um die Sprache zu lernen reicht es, etwa hundert Wörter zu lernen und die Logik zu verstehen, etwas Mathematik und die Konstruktion des Vokabulars. Alles in allem nicht sehr kompliziert.

Apprendre l'esperanto : alphabet

Grund 4: Um günstig um die Welt zu reisen

Der letzte Grund: die Tatsache, die gleiche Sprache zu sprechen, kann uns einander annähern… übrigens ist das unter den Esperantosprechern auch bereits sehr gut gelungen. Denn das Lernen von Esperanto gibt Zugang einem sogenannten pasporta servo. Was ist das?

Man könnte dies wie einen Service oder ein Netz an Unterkünften für Esperantosprecher auf der Welt beschreiben, und das zu sehr geringen Kosten. Wenn Sie Esperanto lernen, und wenn Sie um die Welt reisen möchten, dann brauchen Sie lediglich andere Esperantosprecher zu kontaktieren. So können Sie 1. viele neue Leute kennen lernen und 2. günstig reisen. Klingt gut, nicht?

Wie kann man heute Esperanto lernen?

Wenn Sie nun wie ich Lust dazu bekommen haben, selbst Esperanto zu lernen, so sollten Sie wissen, dass es im Internet viele Hilfsmittel gibt, um sich in das Abenteuer „Esperanto lernen“ zu stürzen. Hier eine Liste mit Seiten, die Sie sich einmal ansehen können:

  • eine kostenlose Seite zum Esperanto lernen, in mehreren Sprachen verfügbar: lernu!
  • Die Webseite des deutschen Esperanto-Bundes mit vielen Infos: Esperanto in Deutschland
  • Der Unterkunftsdienst für Esperantosprechende: Pasporta Servo (natürlich müssen Sie Esperanto sprechen, um die Webseite zu verstehen)
  • Das Esperanto-Alphabet mit Aussprache

Auf allen oben genannten Seiten kann man Hilfsmittel finden (Bücher, Zeitschriften, Audioressourcen…), um die Sprache zu lernen, oder zumindest, um sich mit Ihr vertraut zu machen. Kleines Plus: wir bei MosaLingua denken auch darüber nach, eine App zu entwickeln, die Ihnen beim Lernen von Esperanto hilft. Wir halten sie auf dem Laufenden 😉

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