Musik und Lieder aus der französischsprachigen Welt eignen sich schon zu Beginn Ihres Lernwegs als Hilfsmittel. Die Liedtexte mögen zwar nicht immer unbedingt als Französisch für Anfänger durchgehen, aber ihre melodische Art und die Refrains helfen ungemein, sich neues Vokabular leicht einzuprägen. Schon Vanessa Paradis schaffte es als junges Mädchen bis nach Amerika und auch heute noch hört man in Europa und in Übersee immer wieder französische Sänger, die sich einer breiten Beliebtheit erfreuen. Vielleicht liegt es am besonderen Klang des Französischen; in jedem Fall gibt es aber eine weltweit populäre Musikszene aus Frankreich und viele berühmte französische Sänger, wovon wir uns in diesem Artikel 13 ein wenig genauer ansehen werden. Geboren 1980 als Isabelle Geffroy in Tours, Frankreich, trägt sie den Spitz- und Künstlernamen ZAZ. Ihre Musik ist eine Mischung aus französischem Chanson mit jazzigen Klängen sowie viel akustischer Musik und Soulmusik-Einflüssen. ZAZ studierte Musik und spielt Geige, Klavier und Gitarre. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen die Sängerin Ella Fitzgerald sowie Musiker mit afrikanischen, lateinamerikanischen und kubanischen Wurzeln, was sich in ihrer Musik widerspiegelt. Ihr erster großer Hit war das Lied „Je veux“ auf ihrem Debütalbum. Seit Beginn ihrer Karriere hat sie mehr als 4 Millionen Alben weltweit verkauft. Indila wurde 1984 unter dem Namen Adila Sedraïa in Paris geboren. Sie hat algerische, ägyptische, indische und kambodschanische Wurzeln. Sie brachte ihre erste Single „Dernière danse“ im Dezember 2013 heraus und hat seither mit vielen Musikern zusammengearbeitet. 2014 gewann sie die europäischen MTV Music Awards als beste französische Künstlerin. Starten Sie jetzt Ihre kostenlose 7-Tage-Testphase und erleben Sie die effektivste Methode, um Ihr Französisch wirklich zu verbessern. Mit Flashkarten, Originalvideos mit Untertiteln, Hörbüchern und vielem mehr lernen Sie flexibel – wann und wo Sie möchten, im Web und auf Mobilgeräten. Probieren Sie es aus und überzeugen Sie sich selbst: Jetzt kostenlos testen und sofort loslegen! Benjamin Biolays sinnlich säuselnde, tiefe Stimme erinnert an den Stil von Serge Gainsbourg. Er ist ein bekannter Liedermacher und Produzent, der Klavier, Gitarre und Trompete spielt und mit Musikgrößen wie Carla Bruni, Francoise Hardy, Jane Birkin und Vanessa Paradis zusammengearbeitet hat. 2001 veröffentlichte er Rose Kennedy, ein von Serge Gainsbourg beeinflusstes Konzeptalbum, dessen Les Roses et Les Promesses das Grundgefühl des Albums verkörpert. Vanessa Paradis ist eine französische Schauspielerin, Sängerin und Model. Sie begann ihre Karriere im zarten Alter von 14 im Jahre 1981 mit dem Lied Joe le Taxi und wurde quasi über Nacht eine der Top-Sängerinnen in Frankreich sowie die Ikone einer ganzen Generation. Ihr Album „Be My Baby“ schrieb der legendäre Serge Gainsbourg. Sie ist noch immer eine französische Stilikone und veröffentlichte im Jahr 2018 ihr bisher letztes Album Les Sources und spielte zuletzt in den Filmen „Das Familienfoto“ (fr. Photo de famille) sowie „Messer im Herz“ (fr. Un couteau dans le cœur). Das Model und die Frau des französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy ist eine talentierte Sängerin und Gitarristin, die mehrere Alben auf Französisch herausgebracht hat. In den 90ern eines der bekanntesten Supermodels der Welt, wurde sie schließlich hauptberuflich Sängerin und heiratete 2008 den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Daraufhin nahm die gebürtige Italienerin auch die französische Staatsbürgerschaft an. 2013 brachte sie das Album Little French Songs heraus und nahm während des Corona-Lockdowns ein weiteres auf. Ihre leise, brüchige Stimme ist besonders poetisch, wie man seit ihrem Debütalbum 2020 „Quel’un m’a dit“ weiß. Der 1953 geborene Musiker ist wahrscheinlich einer der bekanntesten französischen Sänger aller Zeiten und vor allem für seine lyrischen Liedtexte und seinen folkloristischen Stil mit gelegentlichen Einflüssen aus dem Blues und der Countrymusik. Vom 1977 erschienenen Album Les Murs de poussière bis ins Jahr 2020 zu À l’Aube revenant ist der Gitarrist und Sänger eine Ikone, und man sollte ihn sich unbedingt anhören, wenn man in die Welt der französischen Musik eintauchen möchte. Mylène Farmer ist eine französische Sängerin, Komponistin und Schauspielerin. Sie stammt aus einer französischen Familie in Québec und ist in Frankreich aufgewachsen. Die schüchterne Künstlerin, die fast nie Interviews gibt, hat in Frankreich mehr als 30 Millionen Alben verkauft und ist damit im Land die erfolgreichste Künstlerin aller Zeiten. Sie hält außerdem den Rekord für die meisten Hits in den französischen Hitparaden. Bisher sind es 21, 8 davon hintereinander. Farmer wurde mit kontroversen und poetischen Liedtexten sowie sehr expliziten Musikvideos berühmt. Die sinnlichen Texte des Albums Cendre de lune sind von der Literatur des 19. Jahrhunderts inspiriert. 2018 brachte Farmer das Album Désobéissance heraus und erreichte erneut die Spitze der französischen Charts. 2020 veröffentlichte sie das Album Passe… comme tu sais on. Gainsbourg hatte, ausgehend von seinem 1971 erschienenen Konzeptalbum Histoire de Melody Nelson, einen enormen Einfluss auf kommende Generationen: elektronisch verankerte Indie-Bands wie Massive Attack und Portishead nennen ihn als Inspiration, ebenso Pop-Indie-Bands wie Tame Impala oder Beck. Auch Popstars wie Kylie Minogue haben seine Musik aufgegriffen. Im Ausland wird er oft auf sein Duett mit Jane Birkin, Je t’aime… moi non plus, reduziert, aber sein Einfluss reicht weit, und er ist nach seinem Tod noch immer das Enfant Terrible der französischen Musik, wohl bedingt durch seinen besonders rauen gallischen Charme. Édith Piaf wurde 1915 geboren und von ihrer Mutter nach der Geburt verlassen. Ihre Großmutter väterlicherseits zog sie in einem Bordell auf. Als Teil der armen sozialen Schicht musste sie auf den Straßen von Paris singen, um Geld zu verdienen. 1935 entdeckte sie auf diese Weise Louis Leplée, ein Kabarettbesitzer, durch den Édith Piaf ihren ersten Job bekam. Im selben Jahr begann sie dank ihres großen Talents bereits in den Musikhallen von Paris zu singen. Die Chansons von Édith Piaf behandeln dramatische Themen und spiegeln oft das Alltagsleben in Paris wider. Piaf schrieb um die 90 Lieder, die sie alle selbst sang, und oft verlieh ein Akkordeon den Liedern eine gewisse Fragilität und Weiblichkeit. Orchester sorgen wiederum für ergreifende Effekte in den Liedern. Piafs sehr kehlige Stimme und ihre kleine physische Erscheinung sind charakteristisch für die Künstlerin, die wahrscheinlich die berühmteste französische Chansonnière ist. Zu ihren größten Hits gehören die Lieder Je ne regrette rien und Hymne à l’amour. Eine weitere Legende der französischen Chanson. Charles Aznavour schrieb mehr als 800 Lieder, die er in Sprachen wie Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch sang! Der 1924 als Sohn armenischer Immigranten in Paris geborene französische Sänger verkaufte mehr als 100 Millionen Alben. Seine Tenorstimme ist weltweit bekannt. Er begann bereits als Kleinkind mit dem Singen, brach später die Schule ab und performte mit einer Wandertheatertruppe in Frankreich und Belgien, bevor er 1941 als Künstler im Pariser Club de la Chanson Pierre Roche vorgestellt wurde. Die beiden wurden als Duo Roche und Aznavour bekannt und erlangten auch außerhalb Frankreichs Berühmtheit. Aznavour begann einen Ruf als Komponist zu entwickeln und komponierte Lieder im Stil der Straßenmusik für bekannte Künstler wie vor allem Édith Piaf, mit der er auch auf Tour war, bis er (ohne Roche) endlich eine Solokarriere begann. Berühmt wurde er mit düsteren Chansons wie Sur ma vie, Parce que und Après l’amour. Gilbert Bécaud, ein französischer Sänger, der unter dem bürgerlichen Namen François Silly bekannt war, wurde 1927 geboren. Er besuchte das Konservatorium und begann seine Karriere 1947. Er schrieb Musik für die berühmte Sängerin Édith Piaf und komponierte gemeinsam mit Charles Aznavour. Seinen Durchbruch erlangte er 1955 im Pariser L’Olympia, als das aus Teenagern bestehende Publikum so begeistert war von seiner kraftvollen Performance, dass es die Sitze aus den Verankerungen riss. Von nun an hieß Bécaud in den Medien Monsieur 100.000 Volts. Er hörte nie auf, Musik zu machen, und spielte sein letztes Konzert 18 Monate vor seinem Tod 2001. Einer seiner Hits ist das Lied „Et maintenant“. Der belgische Sänger ist vor allem für seine emotionalen Lieder über Liebe, Tod und Verzweiflung bekannt, die weltweit ihresgleichen suchen. Mit 24 verließ er seine Familie, zog 1953 nach Paris und schrieb zunächst Lieder für andere Künstler. Er spielte in Lokalen zwischen Montmartre und Montparnasse und wurde schließlich berühmt mit der Ballade Quand On N’a Que l’Amour. Die französische Sängerin Juliette Gréco coverte eines seiner ersten Lieder, Le Diable (Ça va). Brel war ein Meister des Pathos, was man zum Beispiel in seinem Lied La Chanson Des Vieux Amants gut heraushört, welches besonders melancholisch ist. Brel zog sich während seiner Karriere für 5 Jahre aus der Musik zurück und war auch Schauspieler. Der Film Le Far West wurde 1973 für die Palm d’Or auf dem Cannes Film Festival nominiert. Brel liebte das Segeln und setzte diese Leidenschaft auch nach der Entfernung einer Lunge fort. 1977 begann er an seinem letzten Album Les Marquises zu arbeiten, das mehr als eine Million Mal verkauft wurde und die Spitze der französischen Albencharts erreichte. Geboren in Montpellier im Jahr 1927 als Tochter eines korsischen Vaters und einer Mutter aus Bordeaux, besuchte Juliette Gréco in Paris die École de Danse de l’Opéra. Ihre Mutter und Schwester wurden 1943 im Laufe des Zweiten Weltkrieges als Mitglieder der Résistance in ein Konzentrationslager deportiert, und die erst 16-jährige Juliette landete im berüchtigten Gefängnis Fresnes. Durch die Schauspielerin Hélène Duc erlangte sie nach ihrer Entlassung Zugang zur Welt des Entertainments. Nach dem Krieg bewegte Juliette Gréco sich im Kreise von Intellektuellen und Künstlern in Kabaretts und Jazzklubs. Ihren ersten Hit landete sie mit dem Lied des Dichters Raymond Queneau „Si tu t’imagines“. Das Lied, zusammen mit ihrer sinnlichen und warmen Stimme, wurde sehr populär. Ein weiterer Hit, den sie zwar nicht als Erste sang, der ihr jedoch Ruhm einbrachte, war Sous le ciel de Paris. Das Lied wurde weltweit mit dem Klang von Paris und Frankreich im Allgemeinen synonym. Gréco sang oft Lieder anderer Künstler, unter anderem den Song La Javanaise von Serge Gainsbourg, der sie lange begleitete. In den 50ern und 60ern war sie eine Ikone des Pariser Stadtteils Saint-Germain-des-Prés. Jetzt haben Sie eine gute Übersicht über die verschiedenen Künstler der französischsprachigen Musikszene erhalten. Suchen Sie die oben genannten französischen Sänger und Hits auf Spotify oder YouTube und lauschen Sie aufmerksam – bestimmt kennen Sie den einen oder anderen Begriff bereits. Und das Beste daran? Beim Musikhören geschieht das Sprachenlernen geradezu von alleine! Verbessern Sie Ihre Französischkenntnisse mit der Unterstützung von französischen Sängern
Französische Sänger in der Popmusik
ZAZ
Indila
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Benjamin Biolay
Vanessa Paradis
Carla Bruni
Klassiker unter den französischen Sängern
Francis Cabrel
Mylène Farmer
Serge Gainsbourg
Französische Sänger der alten Schule
Édith Piaf
Charles Aznavour
Gilbert Bécaud
Jacques Brel
Juliette Gréco




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