Das Wichtigste auf einen Blick:
Was ist Globish? Die wichtigsten Fakten einfach erklärt
Jean-Paul Nerrière, ein Absolvent der École Centrale de Paris und späterer Versorgungsoffizier der Marine, hat eine brillante Karriere in der Industrie vorzuweisen. Er war nacheinander Vizepräsident bei IBM Europe und IBM USA. Da kann man schon sagen, dass er in seiner beruflichen Laufbahn genug Zeit hatte, um seine Kommunikationsfähigkeiten auf internationaler Ebene auszubauen. Der Begriff globish® ist eine geschützte Bezeichnung und wir hoffen, dass wir trotzdem darüber berichten dürfen, weil uns dieses Buch wirklich gut gefallen hat!
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Englisch – die Bezugssprache schlechthin für internationale Kommunikation
Betrachtet man den historischen Hintergrund, haben wir schon immer versucht, mit unseren Nachbarn zu kommunizieren. Heute gewinnt dieses Kommunizieren in unserer globalisierten Welt an Bedeutung. Es gibt zahlreiche Versuche, gemeinsame Sprachen entstehen zu lassen, die vor allem sehr einfach zu erlernen sein sollen. Esperanto ist wahrscheinlich das berühmteste Beispiel hierfür. Es ist eine sehr logische und einfach zu erlernende Sprache (1 Monat kann schon genügen), die für die internationale Kommunikation komplett neu erfunden wurde. Die Esperanto-Sprachgemeinschaft ist zudem sehr aktiv.
Wer kein Englisch spricht, ist im Nachteil
Englisch hat sich jedoch auf internationaler Ebene der Kommunikation durchsetzen können, und zwar in einem Maße, wie es bisher noch keine Sprache geschafft hat. Noch vor einigen Jahren hatten Englischsprachige Vorteile gegenüber Nichtsprachlern. Heute lässt sich dies umgekehrt formulieren: Menschen, die kein Englisch sprechen, sind stark benachteiligt. Es kann einem schon unfair erscheinen, weil Englischmuttersprachler natürlich einen enormen Vorteil haben und weil Englisch für einen Großteil der Weltbevölkerung bei Weitem nicht die einfachste Sprache zu lernen ist. Selbst uns Deutschen fällt das Lernen manchmal schon schwer, und da sind wir nicht die Einzigen: Chinesen und Japaner haben erst richtig damit zu kämpfen, weil Englisch so sehr von ihren eigenen Sprachen abweicht.
Unser Vorteil gegenüber Englischmuttersprachlern

Während eines Meetings in englischer Sprache mit Teilnehmern, deren Muttersprache nicht Englisch ist, machen sich alle zwar nur mit Grundlagen-Englisch verständlich, aber immerhin verstehen sie sich. Sobald sich aber gebürtige Engländer ins Gespräch mischen, tauscht man sich weniger untereinander aus. Man versteht weniger und niemand wagt es mehr, sich auszudrücken. Kurzum: Man hat Angst, Fehler zu machen und dafür belächelt zu werden. Manche Leute haben sogar Angst, Englischmuttersprachlern zu widersprechen oder sie zu fragen, ob sie das Gesagte noch einmal wiederholen könnten. Das alles nur wegen eines sprachlichen Minderwertigkeitskomplexes. Für Englischsprachige ist das ein echtes Problem.
Muttersprachler müssen sich zurückhalten
Im Grunde fällt es Englischmuttersprachlern schwerer, sich bei anderen Personen verständlich zu machen, da ihr Englisch für Nichtmuttersprachler viel zu ausgefeilt ist. Hinzu kommt, dass sie oft nicht daran gewohnt sind, mit Ausländern zu sprechen (dafür müssten sie neu formulieren, einfache Ausdrücke benutzen, usw.). Das hemmt natürlich oft die gesamte Kommunikation.
Weltenglisch ist Globish
Glücklicherweise sind englische Muttersprachler aber weitaus in der Minderheit (sie machen nur 12 % der gesamten Weltbevölkerung aus) und das heutige Englisch, das im Internet oder im internationalen Handel gebraucht wird, hat mit Shakespeares Englisch nichts mehr am Hut (auch nicht mit dem Englisch, das man uns hoffnungslos in der Schule versucht hat beizubringen). Es ist zu einer Gebrauchs- und Fachsprache geworden, ohne Stil und Inhalt. Diese Sprache hat in der Kultur nichts mehr zu suchen und kann auch nicht in literarischen Romanen verwendet werden. Sie ist nur noch im internationalen Austausch effizient. Deshalb hat Jean-Paul Nerrière das Wort „Globish“ (Neologismus aus „global English“) für diese neue Sprache vorgeschlagen.
Im Allgemeinen sprechen wenige Englischmuttersprachler eine zweite Sprache. Die meisten denken sich wahrscheinlich, dass die ganze Welt ihre Sprache sowieso spricht. Deshalb sehen sie keinen Sinn darin, eine andere zu lernen. Damit sind sie jedoch auf dem Holzweg: Eine Fremdsprache zu sprechen ist sehr vorteilhaft, und das nicht nur im praktischen Sinne, sondern auch auf kognitiver Ebene (bessere Gehirnentwicklung, Verlangsamung des kognitiven Alterungsprozesses: mehr dazu hier).
Ist Englisch eine schwere Sprache?
Der Autor erzählt uns, dass Englisch eine eher schwere Sprache im Vergleich zu Plansprachen ist, die einzig und allein dazu geschaffen wurden, um einfach zu erlernen zu sein, wie Esperanto. Das englische Vokabular ist sehr ausgebaut: Im Oxford English Dictionary gibt es über 600 000 Wörter. Unser deutscher Wortschatz liegt bei 300 000 bis 500 000, wenn man kurzzeitige Neologismen berücksichtigt. Viele der englischen Wörter sind dabei überflüssig; es gibt für einige Tiere eigene Vokabeln, und für das Stück Fleisch auf unseren Tellern wird ein anderes Wort gebraucht (wie pig und pork, ox und beef, sheep und mutton usw.).
Verschiedene Versionen der englischen Sprache
Weiterhin macht der Autor deutlich, dass es kein einheitliches Englisch gibt, sondern 18 verschiedene Englischversionen mit eigenen Wortvarianten, Akzenten und Grammatiken. Die Gründe dafür liegen zweifelsohne in der Geschichte: Seefahrt und Kolonialzeit haben stark dazu beigetragen, dass sich Englisch an die vielen Regionen angepasst hat.
In der internationalen Kommunikation ist Englisch stark vereinfacht
Vielleicht ist Englisch ja doch nicht so schwer. Es ist eine einfach zu erlernende Sprache! Es gibt kein Genus, auf das man achten müsste (Was soll denn das Theater mit „der“, „die“, „das“?) und die Konjugation ist auch wirklich einfach. Außerdem wird Englisch heutzutage immer einfacher, vor allem durch das Internet und die Globalisierung. Das internationale Englisch ist also eine Art vereinfachtes Englisch, das von allen verstanden wird. Unser Autor nennt es Globish.
Sie wollen jetzt wahrscheinlich wissen, wie dieses Globish denn nun genau aussieht, oder?
Globish – 1500 Wörter für ein erfolgreiches Kommunizieren
Globish ist ein durchaus korrektes Englisch, das nur knapper und exakter ist. Eine der wichtigsten Merkmale von Globish ist, dass es nur 1500 Wörter umfasst (die sorgfältig ausgewählt wurden) und einem ermöglicht, sich problemlos auszudrücken. Wenn man mehr Wörter verwendet, besteht das Risiko, dass man sich mit einem Großteil der Weltbevölkerung nicht mehr verständigen kann.
Mit nur 1500 Wörtern ist es problemlos möglich, zu kommunizieren (manchmal reichen sogar 850 Wörter aus). Ab und an wird man einen längeren Satz formulieren müssen, um etwas zu konkretisieren, was im Endeffekt nicht so schlimm ist. Hauptsache, man kann sich verständigen.
Durch Zusammensetzen der Wörter steigt ihre Anzahl
Darüber hinaus können diese 1500 Wörter zusammengesetzt werden, um weitere Wörter zu bilden (zum Beispiel back-door, dream-team usw.) oder auch in verschiedene Formen dekliniert werden (to teach – teacher, nice-nicer-nicest usw.). Dann liegt die Wortzahl bereits bei 3500. Ganz abgesehen von den zahlreichen deutschen Wörtern, die man in der englischen Sprache wiederfindet (hamster, hand, kindergarten, allergy usw.) und umgekehrt (Feeling, all-inclusive, backstage usw.).
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Wir fordern natürlich niemanden auf, nur 1500 Wörter auf Englisch zu lernen. Der Autor spricht von einem Bruchteil des Englischen, dem Globish, das der internationalen Kommunikation dient. Wenn Sie auswandern, oder Romane auf Englisch lesen wollen wird Globish dafür nicht ausreichen. Der zweite Teil dieser Zusammenfassung handelt von Techniken des Sprechens, und wie man sich am besten auf internationaler Ebene verständlich macht. Ansonsten empfehle ich Ihnen, die Website von Globish anzusehen, die eine Liste dieser 1500 Wörter enthält.




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