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Vergessen Sie perfektes Englisch: Willkommen bei Globish

Samuel Aktualisiert am 7 Mai 2026
Globish ist der Titel eines Buches von Jean-Paul Nerrière, das eine interessante Perspektive auf die Verwendung der Weltsprache Englisch bietet. Genau genommen heißt es: „Globish: Die neue Weltsprache?“ Der Autor hat mit der Sprache Globish ein vereinfachtes Englisch geschaffen, mit dem es sich seiner Meinung nach mit nur 1500 Wörtern problemlos auf internationaler Ebene kommunizieren lässt. Sehr interessant: Lesen Sie unsere Zusammenfassung und, wenn Sie tiefer einsteigen wollen, auch sein Buch.
Globish

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Für internationale Kommunikation reicht oft vereinfachtes Englisch mit etwa 1500 häufigen Wörtern völlig aus.
  • In internationalen Gesprächen verstehen sich Nicht-Muttersprachler oft besser miteinander als mit englischen Muttersprachlern.
  • Globish setzt auf klares, einfaches Englisch statt komplizierter Ausdrücke oder perfekter Grammatik.
  • Englisch bleibt die wichtigste Sprache für internationale Kommunikation – wer sie nicht spricht, ist heute oft im Nachteil.
  • Lernen Sie zuerst die wichtigsten Wörter und Ausdrücke, denn damit können Sie schneller aktiv kommunizieren als mit komplizierter Theorie.

 

Was ist Globish? Die wichtigsten Fakten einfach erklärt

Jean-Paul Nerrière, ein Absolvent der École Centrale de Paris und späterer Versorgungsoffizier der Marine, hat eine brillante Karriere in der Industrie vorzuweisen. Er war nacheinander Vizepräsident bei IBM Europe und IBM USA. Da kann man schon sagen, dass er in seiner beruflichen Laufbahn genug Zeit hatte, um seine Kommunikationsfähigkeiten auf internationaler Ebene auszubauen. Der Begriff globish® ist eine geschützte Bezeichnung und wir hoffen, dass wir trotzdem darüber berichten dürfen, weil uns dieses Buch wirklich gut gefallen hat!

Globish: Die neue Weltsprache? von Jean-Paul Nerrière

 

Eine Inspiration für die Lernmethode von MosaLingua

Jean-Paul Nerrière, der Autor von GlobishDas Buch hat 182 Seiten und liest sich sehr leicht. Es ist in sehr gutem Englisch geschrieben, und man sieht, dass das dafür genutzte Vokabular sorgfältig ausgewählt wurde. Darüber hinaus peppen persönliche und historische Anekdoten das Ganze noch auf und machen die Geschichte umso spannender. Wir wollen Ihnen gerne ein wenig über das Buch berichten, da die Lernmethode von MosaLingua mit einigen der darin beschriebenen Prinzipien übereinstimmt. Hier nun einmal ein kleines Resümee des Buches, um Ihr Interesse zu wecken:

 

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  • lernen Sie nützlichen Wortschatz mithilfe einer auf der Kognitionswissenschaft basierenden Methode auswendig;
  • verbessern Sie Ihr Hörverständnis mit Videos, Podcasts und Dialogen, die auf Ihr Niveau zugeschnitten sind;
  • lernen Sie Grammatik auf einfache und intelligente Weise;
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Englisch – die Bezugssprache schlechthin für internationale Kommunikation

Betrachtet man den historischen Hintergrund, haben wir schon immer versucht, mit unseren Nachbarn zu kommunizieren. Heute gewinnt dieses Kommunizieren in unserer globalisierten Welt an Bedeutung. Es gibt zahlreiche Versuche, gemeinsame Sprachen entstehen zu lassen, die vor allem sehr einfach zu erlernen sein sollen. Esperanto ist wahrscheinlich das berühmteste Beispiel hierfür. Es ist eine sehr logische und einfach zu erlernende Sprache (1 Monat kann schon genügen), die für die internationale Kommunikation komplett neu erfunden wurde. Die Esperanto-Sprachgemeinschaft ist zudem sehr aktiv.

Wer kein Englisch spricht, ist im Nachteil

Englisch hat sich jedoch auf internationaler Ebene der Kommunikation durchsetzen können, und zwar in einem Maße, wie es bisher noch keine Sprache geschafft hat. Noch vor einigen Jahren hatten Englischsprachige Vorteile gegenüber Nichtsprachlern. Heute lässt sich dies umgekehrt formulieren: Menschen, die kein Englisch sprechen, sind stark benachteiligt. Es kann einem schon unfair erscheinen, weil Englischmuttersprachler natürlich einen enormen Vorteil haben und weil Englisch für einen Großteil der Weltbevölkerung bei Weitem nicht die einfachste Sprache zu lernen ist. Selbst uns Deutschen fällt das Lernen manchmal schon schwer, und da sind wir nicht die Einzigen: Chinesen und Japaner haben erst richtig damit zu kämpfen, weil Englisch so sehr von ihren eigenen Sprachen abweicht.

 

Unser Vorteil gegenüber Englischmuttersprachlern

vergessen-sie-perfektes-englisch-willkommen-bei-globish-mosalinguaAuf den ersten Blick könnte man meinen, dass englische Muttersprachler natürlich einen enormen Vorteil gegenüber uns haben: Ihre Sprache ist zur internationalen Sprache geworden. Sie müssen sie weder lernen, noch kostspielige Übersetzungen anfertigen lassen. Doch eigentlich ist dieser Vorteil bei Weitem nicht so wichtig laut Globish: Der Autor erzählt uns eine Anekdote, in der sich die meisten von Ihnen, die in einem multinationalen Unternehmen gearbeitet haben, wahrscheinlich wiederfinden werden:

Während eines Meetings in englischer Sprache mit Teilnehmern, deren Muttersprache nicht Englisch ist, machen sich alle zwar nur mit Grundlagen-Englisch verständlich, aber immerhin verstehen sie sich. Sobald sich aber gebürtige Engländer ins Gespräch mischen, tauscht man sich weniger untereinander aus. Man versteht weniger und niemand wagt es mehr, sich auszudrücken. Kurzum: Man hat Angst, Fehler zu machen und dafür belächelt zu werden. Manche Leute haben sogar Angst, Englischmuttersprachlern zu widersprechen oder sie zu fragen, ob sie das Gesagte noch einmal wiederholen könnten. Das alles nur wegen eines sprachlichen Minderwertigkeitskomplexes. Für Englischsprachige ist das ein echtes Problem.

Muttersprachler müssen sich zurückhalten

Im Grunde fällt es Englischmuttersprachlern schwerer, sich bei anderen Personen verständlich zu machen, da ihr Englisch für Nichtmuttersprachler viel zu ausgefeilt ist. Hinzu kommt, dass sie oft nicht daran gewohnt sind, mit Ausländern zu sprechen (dafür müssten sie neu formulieren, einfache Ausdrücke benutzen, usw.). Das hemmt natürlich oft die gesamte Kommunikation.

 

Weltenglisch ist Globish

Glücklicherweise sind englische Muttersprachler aber weitaus in der Minderheit (sie machen nur 12 % der gesamten Weltbevölkerung aus) und das heutige Englisch, das im Internet oder im internationalen Handel gebraucht wird, hat mit Shakespeares Englisch nichts mehr am Hut (auch nicht mit dem Englisch, das man uns hoffnungslos in der Schule versucht hat beizubringen). Es ist zu einer Gebrauchs- und Fachsprache geworden, ohne Stil und Inhalt. Diese Sprache hat in der Kultur nichts mehr zu suchen und kann auch nicht in literarischen Romanen verwendet werden. Sie ist nur noch im internationalen Austausch effizient. Deshalb hat Jean-Paul Nerrière das Wort „Globish“ (Neologismus aus „global English“) für diese neue Sprache vorgeschlagen.

Im Allgemeinen sprechen wenige Englischmuttersprachler eine zweite Sprache. Die meisten denken sich wahrscheinlich, dass die ganze Welt ihre Sprache sowieso spricht. Deshalb sehen sie keinen Sinn darin, eine andere zu lernen. Damit sind sie jedoch auf dem Holzweg: Eine Fremdsprache zu sprechen ist sehr vorteilhaft, und das nicht nur im praktischen Sinne, sondern auch auf kognitiver Ebene (bessere Gehirnentwicklung, Verlangsamung des kognitiven Alterungsprozesses: mehr dazu hier).

 

Ist Englisch eine schwere Sprache?

Der Autor erzählt uns, dass Englisch eine eher schwere Sprache im Vergleich zu Plansprachen ist, die einzig und allein dazu geschaffen wurden, um einfach zu erlernen zu sein, wie Esperanto. Das englische Vokabular ist sehr ausgebaut: Im Oxford English Dictionary gibt es über 600 000 Wörter. Unser deutscher Wortschatz liegt bei 300 000 bis 500 000, wenn man kurzzeitige Neologismen berücksichtigt. Viele der englischen Wörter sind dabei überflüssig; es gibt für einige Tiere eigene Vokabeln, und für das Stück Fleisch auf unseren Tellern wird ein anderes Wort gebraucht (wie pig und pork, ox und beef, sheep und mutton usw.).

Verschiedene Versionen der englischen Sprache

Weiterhin macht der Autor deutlich, dass es kein einheitliches Englisch gibt, sondern 18 verschiedene Englischversionen mit eigenen Wortvarianten, Akzenten und Grammatiken. Die Gründe dafür liegen zweifelsohne in der Geschichte: Seefahrt und Kolonialzeit haben stark dazu beigetragen, dass sich Englisch an die vielen Regionen angepasst hat.

 

In der internationalen Kommunikation ist Englisch stark vereinfacht

Vielleicht ist Englisch ja doch nicht so schwer. Es ist eine einfach zu erlernende Sprache! Es gibt kein Genus, auf das man achten müsste (Was soll denn das Theater mit „der“, „die“, „das“?) und die Konjugation ist auch wirklich einfach. Außerdem wird Englisch heutzutage immer einfacher, vor allem durch das Internet und die Globalisierung. Das internationale Englisch ist also eine Art vereinfachtes Englisch, das von allen verstanden wird. Unser Autor nennt es Globish.
Sie wollen jetzt wahrscheinlich wissen, wie dieses Globish denn nun genau aussieht, oder?

 

Globish – 1500 Wörter für ein erfolgreiches Kommunizieren

Globish ist ein durchaus korrektes Englisch, das nur knapper und exakter ist. Eine der wichtigsten Merkmale von Globish ist, dass es nur 1500 Wörter umfasst (die sorgfältig ausgewählt wurden) und einem ermöglicht, sich problemlos auszudrücken. Wenn man mehr Wörter verwendet, besteht das Risiko, dass man sich mit einem Großteil der Weltbevölkerung nicht mehr verständigen kann.
Mit nur 1500 Wörtern ist es problemlos möglich, zu kommunizieren (manchmal reichen sogar 850 Wörter aus). Ab und an wird man einen längeren Satz formulieren müssen, um etwas zu konkretisieren, was im Endeffekt nicht so schlimm ist. Hauptsache, man kann sich verständigen.

Durch Zusammensetzen der Wörter steigt ihre Anzahl

Darüber hinaus können diese 1500 Wörter zusammengesetzt werden, um weitere Wörter zu bilden (zum Beispiel back-door, dream-team usw.) oder auch in verschiedene Formen dekliniert werden (to teach – teacher, nice-nicer-nicest usw.). Dann liegt die Wortzahl bereits bei 3500. Ganz abgesehen von den zahlreichen deutschen Wörtern, die man in der englischen Sprache wiederfindet (hamster, hand, kindergarten, allergy usw.) und umgekehrt (Feeling, all-inclusive, backstage usw.).

Mit der MosaLingua App ein Kinderspiel!

mosa_lingua_ENGLISH_512Diese 1500 Wörter langfristig zu lernen ist ein Kinderspiel. Dank moderner computergestützter Lernmethoden, wie das Spaced Repetition System von MosaLingua, ist das Erlernen von 1500 Wörtern locker in ein paar Monaten zu schaffen. Man muss lediglich 10 Minuten pro Tag investieren. Die MosaLingua Englisch App beinhaltet natürlich diese 1500 Wörter und weitere 2000 Karten mit fachspezifischen und gängigen Wörtern und Sätzen, die aufgrund ihrer grammatikalischen Strukturen sorgfältig ausgewählt wurden. Wir haben für Sie zudem eine App, die auf die Berufswelt spezialisiert ist: die Business Englisch App von MosaLingua.

Wir fordern natürlich niemanden auf, nur 1500 Wörter auf Englisch zu lernen. Der Autor spricht von einem Bruchteil des Englischen, dem Globish, das der internationalen Kommunikation dient. Wenn Sie auswandern, oder Romane auf Englisch lesen wollen wird Globish dafür nicht ausreichen. Der zweite Teil dieser Zusammenfassung handelt von Techniken des Sprechens, und wie man sich am besten auf internationaler Ebene verständlich macht. Ansonsten empfehle ich Ihnen, die Website von Globish anzusehen, die eine Liste dieser 1500 Wörter enthält.