Das Wichtigste auf einen Blick:
- Für den Alltag reichen drei Satzmuster: My … hurts, I've got a pain in my … und I've twisted my ….
- Die Liste ist nach Körperregionen geordnet statt alphabetisch – so rufen Sie die Wörter im Ernstfall schneller ab.
- Der Hals ist zweigeteilt: neck außen, throat innen. Genauso der Knöchel: ankle am Fuß, knuckle am Finger.
- Englisch verlangt das Possessivpronomen: I've broken my arm, niemals the arm.
- knee, thumb, muscle, stomach und tongue haben stumme Buchstaben – die häufigsten Aussprachefallen in diesem Wortfeld.
Beim Arzt im Ausland: die Sätze, die zuerst zählen
Die meisten Vokabellisten fangen brav oben am Kopf an. Wir drehen das um, denn der Moment, in dem Sie die Körperteile auf Englisch wirklich brauchen, ist selten der Biologieunterricht. Es ist die Praxis in Cork, die Apotheke in Manchester oder der Hotelempfang, an dem Sie erklären müssen, warum Sie humpeln. Dafür brauchen Sie erstaunlich wenig: ein Wort für die Stelle und ein Satzmuster drumherum. Diese drei Muster decken fast alles ab, was Sie sagen möchten.
- My … hurts. – My back hurts. (Mein Rücken tut weh.) Das ist die kürzeste und natürlichste Variante.
- I’ve got a pain in my … – I’ve got a pain in my left knee. (Ich habe Schmerzen im linken Knie.)
- I’ve twisted / broken / sprained my … – I’ve twisted my ankle. (Ich habe mir den Knöchel verstaucht.)
Dazu kommen die festen Schmerzwörter, die im Englischen zusammengesetzt werden: headache (Kopfschmerzen), toothache (Zahnschmerzen), backache (Rückenschmerzen), earache (Ohrenschmerzen). Beim Hals funktioniert das nicht: Halsschmerzen heißen „a sore throat“. Dasselbe Wort „sore“ hilft Ihnen nach dem Sport weiter, wenn alles zwickt: „My legs are sore.“
Zum Beispiel: Sie sind auf einer Wanderung umgeknickt und sitzen abends beim Arzt. „I twisted my ankle this morning. It hurts when I walk, and it’s quite swollen.“ Drei kurze Sätze, zwei Körperteile und Ihr Gegenüber weiß genug. Die Frage, die immer wieder kommt, ist fast immer dieselbe: „Where exactly does it hurt?“
Die komplette Liste vom Kopf bis zu den Zehen
Jetzt die Vokabeln selbst, geordnet nach Körperregionen statt alphabetisch. Das ist kein Zufall: Wörter, die im Kopf nebeneinanderliegen, ruft man später auch schneller wieder ab, weil Sie beim Suchen einfach an sich heruntergehen können.
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Kopf und Gesicht
- der Kopf – head
- das Haar / die Haare – hair
- die Stirn – forehead
- das Auge – eye, die Augenbraue – eyebrow, die Wimper – eyelash
- die Nase – nose, die Wange – cheek, das Kinn – chin
- der Mund – mouth, die Lippe – lip, die Zunge – tongue
- der Zahn / die Zähne – tooth / teeth
- das Ohr – ear
- der Hals (außen) – neck, der Hals (innen, Rachen) – throat
Der Hals ist die erste kleine Falle: Was Sie sich beim Schal umbinden, ist neck, was beim Erkälten kratzt, ist throat. Ein Satz wie „I have a sore neck“ bedeutet für englische Ohren einen steifen Nacken, nicht eine Halsentzündung.
Oberkörper und Arme
- die Schulter – shoulder, die Brust – chest, der Rücken – back
- der Bauch – stomach oder umgangssprachlich tummy / belly
- die Taille – waist, die Hüfte – hip
- der Arm – arm, der Ellbogen – elbow, das Handgelenk – wrist
- die Hand – hand, der Finger – finger, der Daumen – thumb
- der Fingernagel – fingernail, der Fingerknöchel – knuckle
Stomach ist dabei ein Wort mit zwei Bedeutungen. Im Alltag meint es den ganzen Bauch (my stomach hurts), beim Arzt kann es ganz konkret den Magen bezeichnen. Wer die einzelnen Finger benennen will, findet die Namen und einige hübsche Redewendungen in unserem Artikel über die Finger auf Englisch.
Beine und Füße
- das Bein – leg, der Oberschenkel – thigh, die Wade – calf
- das Knie – knee, das Schienbein – shin
- der Knöchel am Fuß – ankle, die Ferse – heel
- der Fuß / die Füße – foot / feet, der Zeh – toe
- die Haut – skin
Unter der Haut: Knochen und Organe
- der Knochen – bone, der Schädel – skull, die Rippe – rib
- die Wirbelsäule – spine, der Muskel – muscle
- das Herz – heart, die Lunge – lung, die Leber – liver
- der Magen – stomach, die Niere – kidney
- das Gehirn – brain, das Blut – blood
Diese Gruppe brauchen Sie seltener, aber sie taucht überall dort auf, wo es um Gesundheit, Ernährung oder Sport geht – von der Packungsbeilage bis zur Netflix-Arztserie. Es lohnt sich, sie wenigstens passiv zu kennen.
Vier Stolperstellen, an denen deutsche Muttersprachler hängen bleiben
Die Vokabeln selbst sind schnell gelernt. Was Sie im Gespräch verrät, sind meistens nicht die Wörter, sondern die Grammatik drumherum. Diese vier Punkte kosten die meisten Lernenden am Anfang Punkte.
1. Hair ist im Englischen normalerweise im Singular. Ihre gesamte Haarpracht ist hair, nicht hairs: I’m washing my hair; her hair is long. Der Plural „hairs“ existiert zwar, bezeichnet aber einzelne Härchen – etwa die drei, die auf Ihrem Pullover kleben.
2. Englisch sagt my, wo Deutsch „den“ sagt. Wir sagen: „Ich habe mir den Arm gebrochen.“ Das Englische basiert auf dem Possessivpronomen: „I’ve broken my arm. I’ve broken the arm“ klingt, als hätten Sie den Arm einer Statue erwischt. Dieselbe Regel gilt überall: brush your teeth, raise your hand, shake your head.
3. Ankle und knuckle sind beide „Knöchel“. Das deutsche Wort deckt zwei Stellen ab, das Englische trennt sauber: ankle ist der Knöchel am Fuß, knuckle der am Finger. Wer beim Arzt das falsche Wort sagt, schickt die Untersuchung an das andere Ende des Körpers.
4. Unregelmäßige Pluralformen. foot wird zu feet, tooth zu teeth. Das sind genau die zwei, die im Alltag ständig vorkommen, und genau die zwei, bei denen unter Stress gern foots herauskommt.
Tipp: Lernen Sie diese Wörter nie als nackte Gleichung, sondern immer in einem Satz, in dem sie bereits vorkommen. My feet are cold speichert Plural, Possessivpronomen und Vokabel in einem Rutsch – und genau in dieser Form brauchen Sie es später auch.
Mein Tipp als englische Muttersprachlerin: Achten Sie darauf, wie wir über Schmerzen sprechen, denn wörtliche Übersetzungen klingen sofort fremd. Fast niemand sagt „I have pain in my back.“ Wir sagen „my back is killing me, my feet are killing me“ nach einem langen Tag, „I’ve got a stiff neck“ nach einer schlechten Nacht oder „my legs are sore“ nach dem Sport. Wenn Sie sich diese vier Wendungen merken, klingen Sie in einer der häufigsten Alltagssituationen überhaupt sofort natürlich.
Wenn Körperteile plötzlich etwas anderes bedeuten
Kaum ein Wortfeld steckt so voller Redewendungen wie dieses. Der Grund liegt auf der Hand: Der eigene Körper ist das älteste Bild, das Menschen zur Verfügung steht. Diese Wendungen hören Sie in Filmen und Meetings ständig, und keine davon lässt sich wörtlich übersetzen.
- It cost an arm and a leg. – Es war unglaublich teuer.
- to get cold feet – kalte Füße bekommen, im letzten Moment kneifen. Hier passt das deutsche Bild ausnahmsweise.
- to pull someone’s leg – jemanden auf den Arm nehmen. Das Körperteil wandert bei der Übersetzung vom Bein zum Arm.
- a rule of thumb – eine Faustregel.
- to keep an eye on something – ein Auge auf etwas haben.
- to give someone a hand – jemandem helfen. Can you give me a hand with this? ist im Alltag häufiger als „can you help me“.
- head over heels – bis über beide Ohren verliebt.
- off the top of my head – aus dem Stegreif, ohne nachzuschlagen.
Diese acht Wendungen sind eine gute Ausbeute für ein einziges Wortfeld. Wenn Sie eine davon zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, wirkt Ihr Englisch mit einem Schlag lebendiger als jede zusätzliche Vokabel es könnte.
Aussprache: fünf Wörter, die anders klingen, als sie aussehen
Ein paar Körperteile sind kleine Ausspracheprüfungen, weil im Englischen Buchstaben stumm bleiben, die man im Deutschen mitspricht. Diese fünf lohnen sich besonders, weil ihr Muster auch auf andere Wörter zutrifft.
- knee – das k ist stumm, es klingt wie „nie“. Genauso bei knuckle und knife.
- thumb – das b am Ende bleibt stumm, wie in climb oder lamb.
- muscle – das c hört man nicht: „MASS-l“.
- stomach – das ch klingt wie ein k: „STA-mek“, nicht wie im deutschen „Bach“.
- tongue – die Endung -gue ist nur ein kurzes g, das Wort klingt wie „tang“.
Der ehrlichste Test ist die eigene Stimme: Sprechen Sie die fünf Wörter einmal in Ihr Handy und hören Sie sich danach das gleiche Wort in einem Wörterbuch an. Der Abstand zwischen den beiden Aufnahmen ist meist kleiner, als man befürchtet – und er verrät Ihnen genau, woran Sie arbeiten müssen. Weitere Methoden dazu finden Sie in unseren Tipps zum Üben der englischen Aussprache.
So bleiben die Wörter hängen
Vokabellisten haben ein bekanntes Problem: Man liest sie, nickt und vergisst sie. Bei den Körperteilen haben Sie einen Vorteil, den kein anderes Wortfeld bietet – das Lernmaterial ist immer dabei. Nehmen Sie sich drei Minuten und gehen Sie sich stumm von oben nach unten durch, head, forehead, eyes, nose und weiter, bis Sie bei den toes ankommen. Wo Sie hängen bleiben, notieren Sie das Wort. Am nächsten Tag beginnen Sie genau dort. Zwei oder drei Durchgänge reichen bei den meisten Lernenden für die gesamte Liste, weil die Reihenfolge die Erinnerung fördert. Wenn Sie danach Lust auf mehr Bildsprache haben, ist der nächste Schritt naheliegend: Viele englische Redewendungen verwenden dieselben Wörter, die Sie gerade gelernt haben.
Welches Körperteil hat Ihnen im Englischen schon einmal im entscheidenden Moment gefehlt? Schreiben Sie es in die Kommentare – die Geschichten aus Arztpraxen im Ausland sind erfahrungsgemäß die besten.


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