Letztes Update: 7. März 2025
Wie Sie wissen, gibt es heutzutage viele verschiedene Möglichkeiten, um eine Fremdsprache zu lernen. Das wissen wir sehr wohl zu schätzen. Wie Sie bereits in unserem Video Leichtes Lernen oder schweres Lernen erfahren haben, finden wir die unzähligen Möglichkeiten und ihren einfachen Zugang einfach wunderbar! Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Sprachenlernen mittlerweile auch eine recht große und profitable Geschäftsbranche ist, in der der Wettbewerb in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Einige Unternehmen konnten demnach der Versuchung nicht widerstehen, Lernmethoden zu entwickeln, die sich leicht verkaufen, aber für die Lernenden nicht wirklich nützlich sind. Bei der Wahl einer neuen Lernmethode ist es stets interessant, sich einmal die folgende Frage zu stellen: Was lässt sich einfacher verkaufen? Wir legen im Folgenden unsere Sichtweise zu den verschiedenen Lernmethoden dar, in der Hoffnung, Sie zu überzeugen (falls Sie es nicht schon sind) ;-). Lesen Sie nun unseren Artikel, in dem wir Ihnen die gängigsten Lernmethoden kurz vorstellen. Der Großteil der subjektiven Zeichen, die darauf hindeuten, dass wir gerade etwas lernen (Wie leicht uns die Antwort auf Fragen fällt, Wie flüssig sich Lektionen abhaken lassen, unser Gefühl der eigenen Merkfähigkeit …) sind trügerisch. Je mehr spielerische Elemente die Lernleistung unseres Gehirns ablenken und durcheinanderbringen, umso geringer fällt der jeweilige Lerneffekt aus. Die Mehrzahl der Lernmethoden bieten ständiges Feedback und unzählige Tipps zu Lösungsansätzen, um die Antworten zu erleichtern. Sie sind gleichzeitig sehr gut darin, dem Lernenden ein Gefühl des Fortschritts zu vermitteln, welches nichts mit wirklichem Fortschritt zu tun hat. Zudem wird unter dem Vorwand der Unterhaltung der Großteil unserer Gehirnleistung zum Lösen sinnloser Aufgaben genutzt, anstatt fürs Lernen. Um Ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln, finden Sie im Folgenden ein paar Beispiele zu den Techniken, die ein starkes Gefühl, etwas geschafft und vorangebracht zu haben suggerieren, aber zum Lernen nicht sehr hilfreich sind: An dieser Lernmethode ist zu bemängeln, dass die Formulierung der Fragen meist sehr simpel ist und sie sich durch das Ausschlussverfahren beantworten lassen. Multiple-Choice wird besonders oft im Rahmen von Tests an Schulen und Universitäten sowie in der Fahrschule verwendet, da sie einfach zu korrigieren sind, nicht jedoch, weil das Lernen so effizient gestaltet wird. Das sollte man bei dem Lernen anhand dieser Methode stets im Hinterkopf behalten, ehe man sich selbst etwas vor macht, weil man etwa das System des Fragestellers geknackt hat 😉 Auf die Spitze treiben es einige Anbieter mit Multiple-Choice Fragen, die genau genommen nicht einmal solche sind. Lassen Sie uns ein Spiel spielen, damit Sie sehen, was wir meinen. Auf dem folgenden Bild sehen Sie 4 Bilder. Können Sie mir sagen, welches von den abgebildeten englischen Wörtern „Hund“ bedeutet? Überraschung! Die richtige Antwort ist natürlich dog. Ich wette, Sie fanden das ziemlich einfach, selbst wenn Sie überhaupt noch kein Englisch sprechen. Das Problem bei dieser Übungsfrage ist, dass sie zu einfach ist, weil man sie mithilfe des Auswahlprozesses beantworten kann. Leider ist diese Methode aber nicht effektiv zum Lernen oder Auswendiglernen. Probieren wir es mit einer weiteren Übung. Hier sehen Sie einen Satz, den Sie ins Spanische übersetzen sollen. Auch diese Aufgabe können Sie über das Auswahlverfahren lösen: Los gatos usan zapatos. Wir sehen diese Übung aus zweierlei Gründen als problematisch an. Erstens, warum lernen wir hier einen Satz, den wir in unserem ganzen Leben nie verwenden werden? Leider taucht diese Übung aber in einer sehr beliebten Lernapp enthalten auf. Selbige hatte mich vor Jahren gebeten „Kühe tragen violette Röcke.“ zu übersetzen. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie diese Art von Sätzen inzwischen entfernt hätten, aber gestern stolperte ich beim erneuten Testen sofort über diesen nutzlosen Satz. Zweitens ist diese Lernaktivität (dank der vorgeschlagenen Wörter) sehr einfach und nicht sehr nützlich. Besonders Anfängern, die sich meiner Meinung nach mehr auf die Verbesserung ihres Hörverständnisses und das Erlernen nützlicher Vokabeln konzentrieren sollten, hilft diese Übung nicht wirklich weiter. Und wen interessiert es später, wie viele Punkte, Preise und schöne Zeichen Sie in Ihrer Lern-App erworben haben? Eine weitere verbreitete Methode sind Memory-Spiele, die zum Vokabellernen konzipiert sind. Leider bieten auch sie nur einen sehr mäßigen Lerneffekt. Sie sind in etwa genauso, wenn nicht noch leichter zu lösen wie die Multiple-Choice Tests, vor allem am Schluss. Denn mal im Ernst, es wird ja wohl kaum noch schwierig sein, den Zusammenhang von coffee (dt. Kaffee) aus den übriggebliebenen Karten zu lösen? Lassen Sie es uns auch hier mit einer Übung versuchen: Auf dem Bildschirm sehen Sie ein Memoryblatt. Sie haben zehn Karten: Fünf sind auf Deutsch und fünf auf Englisch. Sie werden uns wohl auch hier recht geben, dass es ein ziemlich einfaches Spiel ist und wohl jeder nach 5-10 Minuten die Position der übrigen Karten herausgefunden haben wird. Leider hat diese Fähigkeit, die hier verwendet wird, um die Karten zu koppeln, nicht viel mit dem Erlernen von Sprachen und effektivem Auswendiglernen zu tun. Es gibt noch zahlreiche ähnliche „Lernübungen“ und sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: Sie vermitteln den falschen Eindruck vom Fortschritt und sind zu gleich reine Belustigung und Zeitverschwendung. Der Eindruck, man mache Fortschritte, ist nicht mit echtem Fortschritt gleichzusetzen. Tatsächlich lernt man, je schwieriger eine Lernaktivität ist, mehr aus ihr. Einer der berühmtesten Sprachwissenschaftler, Stephen Krashen, hat die Theorie entwickelt, dass man zum Erzielen von Fortschritten, Inputs und Impulse erhalten muss, die immer einen Schritt über dem tatsächlichen Lernniveau liegen (The Input Hypothesis: Issues and Implications, Stephen Krashen New York: Longman). Mit anderen Worten: Man muss Übungen lösen, die fast schon zu schwer für einen sind. No pain, no gain, richtig? Unser zweiter Kritikpunkt klingt eigentlich sehr positiv: Lernspiele machen Spaß. Auch MosaLingua betont immer, dass es möglich und wichtig ist, beim Sprachenlernen Spaß zu haben. Aber nur, wenn Sie es richtig machen! Wenn Sie auf dem Bildschirm zu viele ablenkende Elemente haben und wenn der Spaß den Lernprozess überschattet, dann werden Sie langsamer lernen, weil Ihr Geist nicht 100 % bei der Sache ist und Sie sich im Endeffekt weniger merken. Die Einbeziehung von Unterhaltung in Lernaktivitäten ist Teil eines großen Trends in der Bildungsbranche: der Gamifikation. Dabei wird versucht, den Suchtfaktor von Spielen zum Erlernen von neuen Inhalten zu nutzen. Das ist vielleicht eine ganz schöne Idee, aber man muss sie ja nicht auf die Spitze treiben. Tatsache ist, dass Lernen kein Spiel ist und wir gerade gesehen haben, dass Spielen und Sprachenlernen sich nicht gleichsetzen lassen. Das heißt nicht, dass Ihre Lernaktivitäten nicht auch unterhaltsame Elemente wie Filme, Fernsehserien und Bücher beinhalten können. Unser Ziel ist es, Ihnen zu helfen, die Aktivitäten zu erkennen, die wahrscheinlich reine Zeitverschwendung sind. Hier sehen Sie noch einmal, worauf Sie achten und was Sie vermeiden sollten: Spielchen können lustig sein, aber der Großteil des Gehirns wird eben dabei fürs spielen und nicht fürs Lernen genutzt. Sie sind bei dem Vorhaben (im Erwachsenenalter) eine neue Sprache zu lernen, also wenig hilfreich. Zudem haben Studien gezeigt, dass Zeitdruck und Countdowns Stress erzeugen, was sich wiederum negativ auf die Gedächtnisleistung auswirkt (lesen Sie hierzu bei Interesse einen passenden Fokus-Artikel). Wir sind nicht generell gegen Lernspiele, im Gegenteil. Aber das Problem ist einfach oft, dass der Spaß invers proportional zur Lerneffizienz ist … und bei der Mehrheit solcher Aktivitäten, wie spaßig sie auch sein mögen, werden als Lernzeit wahrgenommen und manchmal gar als Schinderei – und das ist ein Trugschluss. Was bevorzugen Sie? Falls Sie Letzteres bevorzugen, haben Sie 50 Minuten mehr Zeit, um die gelernte Sprache wirklich zu üben. Das Vergnügen beim Sprechen mit einem Austauschpartner, beim Beenden eines Buches oder beim Schauen einer TV-Serie in Originalsprache ist nicht vergleichbar mit kleinen Lernspielchen. Wenn Sie die zweite Option aus dem Angebot der Lernmethoden gewählt haben, dann sind unsere Apps und Kurse genau das Richtige für Sie. Wir haben uns entschieden, uns auf Effektivität und Effizienz zu konzentrieren, denn unser Ziel ist es, das Beste aus Ihrer Zeit zu machen. Wir wollen Ihnen helfen, so schnell wie möglich zu lernen. Außerdem sind all unsere Lernaktivitäten optional und Sie können jederzeit Übungen und Lernkarten überspringen, die Ihnen für Ihre speziellen Lernziele nichts bringen. Und wenn Ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, können Sie jederzeit zusätzliche Aktivitäten durchführen, die wirklich Spaß machen. Wir respektieren Ihre wertvolle Zeit und ich verspreche Ihnen, dass wir keine Sekunde davon verschwenden werden, wenn Sie sich für die MosaLingua Kurse und Apps zum Erlernen einer Sprache entscheiden. Unsere einzige Motivation ist, Ihnen beim Sprachenlernen schnell zu helfen. Aus diesem Grund haben wir immer ein Auge auf neue Forschungsergebnisse und Lerntechniken, und wir testen konstant Neuheiten auf dem Markt. Wenn Sie uns noch wirkungsvollere Elemente zeigen können, dann werden wir diese zu den MosaLingua Apps hinzufügen. Man sollte nicht vergessen, dass auch wir MosaLingua täglich zum Sprachenlernen nutzen. Unsere Sprachlehrerin Abbe hat in Ihrem neuesten Video noch einmal alle facts für Sie zusammengefasst, die gegen zeitverschwenderische Lernmethoden sprechen. Schauen Sie sich Ihren Bericht an! Er ist zwar auf Englisch, Sie können jedoch auch deutsche Untertitel wählen, indem Sie auf das kleine Drehrad unten rechts klicken. Und was spricht noch für uns? Der schnelle Fortschritt beim Sprachenlernen von unseren MosaLingua-Nutzern. An dieser Stelle danken wir insbesondere den Tausenden Nutzern, die bereits einen Kommentar und ein gutes Rating auf iTunes oder Google Play für uns hinterlassen haben, denn das hilft uns ungemein. Vielen herzlichen Dank nochmals an alle! Kennen Sie die verschiedenen Lernmethoden und lassen Sie sich nicht manipulieren!
Lernmethoden, die einem das Gefühl des Fortschritts geben

Lernmethoden zum Auswendiglernen? Die Multiple-Choice-Fragen
Erste Übung
Zweite Übung
Memory-Spiele
Dritte Übung
Spielerische Lernmethoden: Sprachlernspiele
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
10 Minuten am Tag mit einer effizienten Methode lernen
Unser Video zum Thema: Lernmethoden
Weitere Beiträge rund um das Thema Lernmethoden:
- Wann fängt man am besten mit dem Sprechen an?
- Lesen in der Fremdsprache hilft beim Lernen
- Welche Lernressourcen sind für Sie geeignet?
- Wie lernt man am besten? – 5 Tricks zum Lernen
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