Haben Sie schon einmal gemerkt, wie schnell Sie sich ein Bild merken können – viel schneller als ein Wort? Genau hier setzen mentale Bilder an: Sie sind eine der effektivsten Methoden, um Sprachen mit Freude und Erfolg zu lernen. Selbst wenn Sie glauben, kein visueller Lerntyp zu sein, lohnt es sich, diese Techniken auszuprobieren. In diesem Beitrag (inklusive Video) stellen wir Ihnen vier Methoden vor, die Ihr Sprachenlernen nicht nur leichter, sondern auch spannender machen.

Letztes Update: 28. Oktober 2025

mentale Bilder

Listen to „#23 – How to Use Mental Images To Improve Your Language Learning“ on Spreaker.

Lernen Sie, mentale Bilder für das Sprachenlernen zu nutzen

Dieser Beitrag beruht auf dem Videotutorial von Lisa Joy, einer unserer Englischlehrerinnen bei MosaLingua, die selbst eine begeisterte Sprachlernerin ist und Ihnen heute ihre Methoden zum Sprachenlernen mithilfe von mentalen Bildern nahebringt. Die folgenden Lerntipps verwendet Lisa selbst und empfiehlt sie regelmäßig auch ihren Sprachschülern zum Erlernen neuer Vokabeln. Machen Sie unbedingt mindestens einmal den Versuch und nutzen Sie beim Lernen bildliche Veranschaulichungen! Unser Gehirn funktioniert mit Bildern und der folgende kurze Test wird Sie besser verstehen lassen, was damit gemeint ist:

Denken Sie an Ihren letzten Ausflug zum Supermarkt und versuchen Sie, sich so viele Details aus diesem Moment wie möglich zu erinnern. Denken Sie dabei an bestimmte Dinge wie Produkte, die Sie gekauft haben, und daran, ob Sie einen Einkaufskorb oder einen Einkaufswagen verwendet haben. Waren Sie allein oder in Begleitung? Wie haben Sie an der Kasse bezahlt …? Schließen Sie kurz die Augen und lassen Sie sich dieses Ereignis einmal Revue passieren. Anschließend stellen Sie sich bitte eine einzige Frage: Wie haben Sie sich gerade an dieses Ereignis in Ihrem Kopf erinnert? War es in Form von Worten, Klängen oder Bildern?

 

Unser Gehirn funktioniert mit mentalen Bildern

Höchstwahrscheinlich lautet Ihre Antwort „mit Bildern“ oder so ähnlich, stimmt’s? Wenn ja, sind Sie vermutlich ein visueller Lerner, so wie viele andere. Oder haben Sie vielleicht noch auf eine andere Art und Weise diese Erinnerungen ausgelöst? Lassen Sie es uns über die Kommentarfunktion wissen! Jetzt, da Sie wissen, was mit „unser Gehirn funktioniert mit Bildern“ gemeint ist, lassen Sie uns einen Schritt weitergehen und das tun, was Gedächtnisgenies tun, um sich an Dinge zu erinnern: Effektive mentale Bilder (zum Lernen) erstellen!

 

Wie Sie Gelerntes mit mentalen Bildern assoziieren können

Beim Sprachenlernen gibt es einen Trick, der Ihnen beim effektiven Erlernen neuer Vokabeln hilft. Assoziieren Sie diese mit bildlichen Veranschaulichungen. Wenn Sie sich zum Beispiel an das französische Wort soleil (dt. Sonne) erinnern wollen, erhöhen Sie Ihre Chancen, sich daran zu erinnern, wenn Sie das Wort mit einer bildlichen Veranschaulichung der Sonne ☀️ assoziieren.

Funktioniert das immer so? Hmmmm … vielleicht nicht. Es ist vielleicht zu gewöhnlich. Aber glücklicherweise ist es nicht so kompliziert, mentale Bilder zu schaffen, die wirklich funktionieren. Sie müssen nur sicherstellen, dass die von Ihnen erstellten Bilder eines oder mehrerer dieser vier Merkmale haben:

  1. eine Übertreibung;
  2. eine ungewöhnliche Assoziation;
  3. eine Bewegung oder
  4. eine emotionale Implikation.

Lassen Sie uns jeden dieser vier Punkte durchgehen, damit Sie sie besser verstehen und gleich damit anfangen können, sie im Sprachenlernen anzuwenden.

1. Übertreibung

Ein gutes mentales Bild muss übertrieben sein; das bedeutet, es muss Dimensionen und Proportionen haben, die nicht mit denen übereinstimmen, denen Sie gewohnt sind. Wenn Sie zum Beispiel das französische Wort für „Fuß“ 👣, also pied, lernen möchten, können Sie sich einen Mann vorstellen, dessen ein Fuß größer ist als der andere. Oder wenn Sie sich das Wort unghia, also „Fingernagel“, auf Italienisch merken möchten, stellen Sie sich eine Frau vor, deren Nägel so lange sind, dass sie den Fußboden berühren! Es ist schwer, diese Art von mentalen Bildern wieder zu vergessen.

2. Ungewöhnliche Assoziation

Denken Sie, um sich das englische Wort „book“ zu merken, an eine Katze, die ein Buch liest und es in den Pfoten hält … oder an Außerirdische, die eine Brille tragen, um sich das italienische Wort „occhiali“ für „Brille“ zu merken. Wir empfehlen Ihnen wärmstens, diese Technik auszuprobieren und sie wie ein Spiel in Ihren Lernprozess einzubinden. Es kann richtig Spaß machen!

3. Bewegung

Wussten Sie, dass Ihre Aufmerksamkeit durch Bewegung mehr als durch statische Dinge stimuliert wird? Deshalb werden bewegte Bilder besser von Ihrem Gehirn aufgenommen, was es schwerer macht, sie zu vergessen. Wenn Sie sich das Wort coche, also „Auto“ auf Spanisch, merken müssen, stellen Sie sich am besten ein fahrendes Auto vor. Oder wenn Sie sich das Wort pierre, also „Stein“ auf Französisch, merken müssen, stellen Sie sich einen Stein vor, der sich bewegt und rollt. Einen rollenden Stein!

4. Emotionale Implikation

Emotionen spielen in Ihrem Gedächtnis eine sehr wichtige Rolle. Wie Sie es vielleicht schon bemerkt haben, ist es extrem schwierig, Orte zu vergessen, die mit einem intensiven Erlebnis oder mit Momenten des Glücks oder der Trauer verbunden sind. Wir sind oft überrascht, dass wir uns an die kleinsten Details dieser Erlebnisse erinnern können. Während wir auf dem Weg zur Arbeit an demselben Gebäude vorbeikommen, ohne jemals seine Farbe oder die Anzahl seiner Stockwerke zu bemerken … Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt alt genug waren, erinnern Sie sich sicher genau daran, wo Sie waren und was Sie taten, als Sie von den Ereignissen vom 11. September 2001 erfahren haben, welcher ein emotional sehr aufgeladener Tag war.

Worauf warten Sie also noch, Ihre eigenen effektiven mentalen Bilder zu erstellen? Teilen Sie uns einige Ihrer Ideen im Kommentarfeld mit und lassen Sie uns wissen, welche der vier Techniken Sie bevorzugen! 👉 Noch eine letzte Anmerkung: Je persönlicher sie sind, desto leichter werden Sie sie sich merken. Der Akt selbst, ein mentales Bild heraufzubeschwören, hilft beim Auswendiglernen. Mentale Bilder sind also effektiver, wenn Sie sie selbst schaffen. Seien Sie kreativ und haben Sie Spaß!

 

Unser Video zum Thema: mentale Bilder

Sehen Sie sich jetzt das YouTube-Video an, das all diese Tipps enthält! Der Beitrag von Lisa ist natürlich auf Englisch, aber es stehen Ihnen selbstverständlich auch wie immer Untertitel auf Deutsch zur Verfügung, wenn Sie auf das kleine Drehrad klicken.

 

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