Das Wichtigste auf einen Blick:
- Das Schulfach heißt auf Englisch subject – und man nimmt ein Fach: I take French, nicht I have French.
- Maths ist britisch, math amerikanisch – dasselbe gilt für PE/gym, timetable/schedule und break/recess.
- Fächer schreibt man im Englischen klein, außer sie enthalten eine Sprache: history und biology, aber English und French.
- Die Note heißt mark oder grade, niemals note – und major gehört an die US-Universität, nicht an die Schule.
- Die typischen Aussprachefehler betreffen die Betonung: bai-OL-o-dschi, dschi-OG-ra-fi und KEM-is-tri.
Ein Wort, das Sie vor der Liste brauchen: subject
Bevor es an die Fächer selbst geht, lohnt sich ein Blick auf das Wort, das alles zusammenhält. Das Schulfach heißt auf Englisch subject oder, etwas ausführlicher, school subject, und mit diesem einen Wort kommen Sie in fast jedes Gespräch über die Schulzeit. Wichtiger als die Vokabeln sind allerdings die daran hängenden Verben. Im Englischen hat man ein Fach nicht, man nimmt es: I take French oder, im britischen Alltag noch häufiger, I do French. Wer ein Fach abwählt, sagt: „I dropped Latin after year 10.“ Und wer erklären will, dass ihm etwas liegt, greift zu I’m good at languages oder zum ehrlicheren maths isn’t my strong point.
Zum Beispiel: Bei einem Abendessen fragt Sie jemand: „What was your favourite subject at school?“ Eine natürliche Antwort wäre: „Geography, definitely. I dropped chemistry as soon as I could, but I did geography until the end.“ Zwei Fächer, zwei Verben und das Gespräch läuft.
Vier weitere Begriffe sorgen erfahrungsgemäß für Verwirrung, weil das Deutsche sie zusammenwirft. Eine lesson ist die einzelne Unterrichtsstunde, eine class ist entweder die Lerngruppe oder (vor allem in den USA) ebenfalls die Stunde, ein period ist der Zeitblock im Stundenplan, und ein course ist ein längerer Lehrgang. Die Doppelstunde heißt übrigens ganz unspektakulär „double lesson“.
Alle Fächer, sortiert wie ein Stundenplan
Die folgende Übersicht ist nicht alphabetisch geordnet, sondern nach Fachbereichen, so wie sie auch auf einem Stundenplan nebeneinanderstehen. Das ist kein kosmetischer Unterschied: Wörter, die inhaltlich zusammengehören, verankern sich schneller, weil jedes einzelne von seinen Nachbarn mitgetragen wird.
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Sprachen und gesellschaftliche Fächer
- Deutsch – German, Englisch – English, Französisch – French, Spanisch – Spanish, Italienisch – Italian, Latein – Latin
- Geschichte – history
- Erdkunde – geography
- Politik und Sozialkunde – politics, social studies
- Wirtschaft – economics
- Religion – religious education (in Großbritannien meist kurz RE)
- Ethik – ethics, Philosophie – philosophy
- Psychologie – psychology
Mathematik und Naturwissenschaften
- Mathematik – maths (britisch) oder math (amerikanisch)
- Biologie – biology, umgangssprachlich bio
- Chemie – chemistry
- Physik – physics
- Naturwissenschaften als Sammelfach – science oder the sciences
- Informatik – computer science, an britischen Schulen oft computing
Kunst, Sport und praktische Fächer
- Kunst – art, Musik – music
- Darstellendes Spiel und Theater – drama
- Sport – PE (die Kurzform von physical education)
- Werken und Technik – design and technology, in Großbritannien als DT abgekürzt
- Hauswirtschaft – home economics, in den USA auch family and consumer sciences
Eine Kleinigkeit, die deutschen Lernenden fast immer entgeht: Fächer werden im Englischen kleingeschrieben, außer sie enthalten eine Sprache oder einen Eigennamen. Also I like history and biology, aber I like English and French. Auf Stundenplänen und Zeugnissen sehen Sie trotzdem oft Großbuchstaben, weil dort jede Überschrift großgeschrieben wird. Im Fließtext bleibt es kleingeschrieben.
Britisch oder amerikanisch? Die sechs Fächer, die anders heißen
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn die meisten Vokabellisten nennen nur eine Variante und verschweigen die andere. Wenn Sie mit Briten und Amerikanern zu tun haben, brauchen Sie beide.
- maths gegen math: Beides ist die Kurzform von „mathematics“. Die Briten behalten das s, die Amerikaner lassen es weg. In beiden Fällen steht das Wort mit einem Verb im Singular: Maths is my favourite subject.
- PE gegen gym class: In Großbritannien geht man zu PE, in den USA häufig zu gym oder gym class.
- RE gegen religious studies: Der britische Schulbegriff ist religious education, an amerikanischen Schulen ist Religion als Pflichtfach unüblich und der Begriff eher akademisch.
- timetable gegen schedule: Der Stundenplan heißt in Großbritannien timetable, in den USA schedule.
- break gegen recess: Die Pause ist im Britischen break oder breaktime, im Amerikanischen recess.
- marks gegen grades: Dazu gleich mehr, denn hier lauert zusätzlich ein falscher Freund.
Zwei Wörter sollten Sie außerdem bewusst vermeiden. Sport ist auf Englisch die Sportart oder der Sport im Allgemeinen, nicht das Schulfach. Und gymnasium bedeutet Turnhalle. Der Satz I went to a gymnasium ruft bei englischen Ohren kein Gymnasium hervor, sondern ein Bild von Sprossenwänden. Am besten erklären Sie kurz, was gemeint ist.
Tipp: Legen Sie sich nicht auf eine der beiden Varianten fest, sondern auf Ihr Gegenüber. Wenn Sie sich bei einer britischen Firma bewerben, schreiben Sie „maths“; bei einer amerikanischen Universität „math“. Mischen ist das Einzige, was auffällt.
Mein Tipp als englische Muttersprachlerin: Achten Sie darauf, wie wir Fächer im Gespräch zu Aussagen über uns selbst machen. Kaum jemand sagt nüchtern my results in mathematics were poor. Wir sagen I’m just not a maths person, I was hopeless at chemistry oder stolz I did three sciences for my A-levels. Diese kleinen Wendungen sind der Unterschied zwischen einer aufgesagten Vokabelliste und einem echten Gespräch über die Schulzeit, und sie funktionieren in jedem Small Talk.
Wenn das Zeugnis ins Englische muss
Für die meisten Erwachsenen ist das der eigentliche Grund, warum sie diese Wörter suchen: eine Bewerbung im Ausland, ein Erasmus-Antrag oder ein Lebenslauf auf Englisch. Hier reicht die Fächerliste nicht mehr; Sie brauchen die Begriffe drumherum.
- die Note – mark (britisch) oder grade (amerikanisch)
- das Zeugnis – school report (britisch), report card (amerikanisch)
- der Notenauszug einer Hochschule – transcript
- die Klassenarbeit – test, die Abschlussprüfung – final exam
- das Abschlusszeugnis – school-leaving certificate
- das Hauptfach an einer US-Universität – major, das Nebenfach – minor
Zwei Fallen sind hier besonders teuer. Die erste heißt „note“: Das englische Wort bedeutet Notiz oder Anmerkung, niemals Schulnote. Wer im Anschreiben von „my notes were very good“ spricht, sagt etwas anderes, als er meint. Die zweite Falle ist major. Dieses Wort gehört zur amerikanischen Universität, nicht zur deutschen Schule. Für den Leistungskurs gibt es keine saubere Entsprechung, deshalb umschreibt man ihn am besten: advanced course in biology oder biology at advanced level.
Auch das Abitur übersetzt man nicht, sondern erklärt es: Abitur (German school-leaving qualification, equivalent to A-levels). Diese Klammer ist im Lebenslauf ausdrücklich erwünscht, weil eine Personalabteilung in London oder Boston sonst raten muss. Wie ein solches Dokument insgesamt aufgebaut ist, zeigen wir Schritt für Schritt im Artikel zum perfekten Lebenslauf auf Englisch. Und wenn im selben Zug die Berufsbezeichnung ins Englische übersetzt werden muss, hilft unsere Übersicht über gängige Berufsbezeichnungen auf Englisch.
Fünf Fächer, die Sie wahrscheinlich falsch aussprechen
Diese Wörter sehen dem Deutschen so ähnlich, dass die Aussprache unbemerkt aus dem Deutschen übernommen wird. Genau deshalb fallen sie auf.
- chemistry – das ch klingt wie ein k: „KEM-is-tri“, nicht wie in „Chemie“.
- biology – die erste Silbe ist ein langes „bai“, die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: „bai-OL-o-dschi“.
- geography – ebenfalls auf der zweiten Silbe betont: „dschi-OG-ra-fi“.
- literature – im Alltag verschluckt, drei Silben, Betonung ganz vorn: „LIT-ra-tscher“.
- PE – die beiden Buchstaben werden einzeln gesprochen: „pii-ii“.
Die Betonung ist dabei wichtiger als jeder einzelne Laut. Wer BIO-logy sagt statt bi-OL-ogy, wird oft schlicht nicht verstanden, während ein leicht deutsches r niemanden stört. Sprechen Sie die fünf Wörter deshalb ruhig einmal übertrieben rhythmisch, fast singend, und Sie merken selbst, wo der Schwerpunkt liegt.
So wird aus der Liste ein Gespräch
Vokabellisten haben die unangenehme Eigenschaft, dass man sie liest, nickt und vergisst. Bei den Schulfächern gibt es dagegen eine Abkürzung, weil Sie das Material bereits im Kopf haben: Ihren alten Stundenplan. Nehmen Sie sich fünf Minuten und schreiben Sie einen Wochentag aus Ihrer Schulzeit auf Englisch auf, von der ersten bis zur letzten Stunde. Danach formulieren Sie drei Sätze dazu: welches Fach Sie mochten, welches Sie abgewählt haben und in welchem Sie gut waren. Das sind genau die Sätze, die im echten Gespräch fallen, und sie bringen jede Vokabel in ihrem natürlichen Kontext mit.
Wer die Wörter nicht für den Lebenslauf, sondern für die Schulbank im Ausland braucht, findet in unserem Überblick über die Möglichkeiten für ein Jahr im Ausland die passenden nächsten Schritte. Welches Fach hätten Sie auf Englisch spontan falsch benannt? Verraten Sie es uns in den Kommentaren. Wir sind neugierig, ob es bei den meisten dasselbe ist.



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