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Tauchen Sie ein in die Welt des arabischen Kinos 🎬

Kristina Aktualisiert am 5 Mai 2026
Das arabische Kino umfasst die Filmwelt aller Länder der arabischen Welt, hat aber sein größtes Standbein in Ägypten, wo die meisten arabischen Filme produziert werden. Dreiviertel aller arabischen Filme stammen aus Ägypten. Das einzige andere Land mit einer nationalen Filmwelt ist der Libanon. Es gibt natürlich Filme aus allen arabischen Ländern, aber sie sind zu spärlich gesät, als dass man sie als eigene Filmwelt bezeichnen könnte.
arabische Filme

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Nutzen Sie arabische Filme, um Sprache im Kontext zu hören und gleichzeitig Kultur, Geschichte und Gesellschaft besser zu verstehen.
  • Wählen Sie Filme aus verschiedenen Ländern und Epochen, um unterschiedliche Akzente und Themen kennenzulernen.
  • Achten Sie gezielt auf wiederkehrende Wörter und Redewendungen, um Ihren Wortschatz natürlich zu erweitern.
  • Lernen Sie grundlegendes Kino-Vokabular, um Inhalte besser zu verstehen und Gespräche darüber führen zu können.
  • Schauen Sie Filme mit Untertiteln und wiederholen Sie Szenen, um Hörverständnis und Aussprache gezielt zu verbessern.

 

Diese arabischen Filme sollten Sie unbedingt kennen

Das arabische Kino hat sich mit vielerlei Themen beschäftigt, sei es Politik, Traditionen, die Moderne, soziale Tabus oder der Kolonialismus. Im Gegensatz zu den frühen Filmen, die das westliche Kino imitierten, existiert seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine breit gefächerte Filmwelt, in der auch Frauen eine große Rolle spielen und mit ihren schauspielerischen Fähigkeiten die Beliebtheit arabischer Filme ankurbeln.

 

Die Ursprünge

Arabische Filme und das arabische Kino wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren und schon immer in zwei unterschiedlichen Schulen ausgebildet. Auf der einen Seite gab es die ägyptische Filmwelt, vorangetrieben von Talâat Harb, dessen Kino an die Hollywoodfilme der ersten Hälfte des Jahrhunderts erinnerte. Romantisch, abenteuerlich und vor allem geprägt von Musikkomödien, die den Sängern der damaligen Generation ein Podest boten.

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Auf der anderen Seite das Kino Albert Samama Chiklis, eines tunesischen Juden, der sich dem Dokumentarfilm und der Beschreibung der Realität widmete. Von ihm stammt der Film Zohra and Ain el Ghezal aus dem Jahr 1924, geschrieben von Haydée Tamzali, mit Musik von Mark Smythe und den Filmstars Hayde Chikly, Ahmed Dziri, Abdelgassen Ben Taleb und Hadj Hadi Dehali in den Hauptrollen.

Ab den 1920ern wurden arabische Filme vermehrt produziert; darunter entstanden der syrische Film Al-Muttaham Albari‘ im Jahr 1928, der libanesische Film Mughamarat Ilyas Mabruk im Jahr 1929 und der ägyptische Film Layla im Jahr 1927. Die Filme wurden damals noch in Paris vertont. Lediglich die Vertonung von zwei ägyptischen Produktionen hat vor Ort in Ägypten stattgefunden: „Awlad Al-Bhawat“ und „Unshudat Al-Fu’ad“. Diese Produktionen zeigten, obwohl sie in der arabischen Welt entstanden sind, einen großen Einfluss der westlichen Welt, der heutzutage nicht mehr so ausgeprägt ist.

 

Das arabische Kino ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Entdecken Sie im Folgenden arabische Filme in unserer chronologisch geordneten Liste, die alle absolut sehenswert sind (besonders wenn Sie bereits lernen oder vorhaben, mit der MosaLingua Arabisch App diese schöne Sprache zu lernen!).

Arabische FilmeThe Blazing Sun – [1954] – Der Film von Youssef Chahine ist ein Drama und handelt von einem Dorf der Zuckerrohrbauern, einem reichen Pascha und seiner schönen Tochter Amal, die in einen Mann verliebt ist, der nicht aus ihrer Klasse stammt. Omar Sharif spielt seine erste Filmrolle überhaupt als Ahmed, einen Ingenieur und Sohn eines Zuckerrohrbauers. Nachdem Ahmed dazu beigetragen hat, seinem Vater eine erfolgreiche Ernte zu bescheren, zieht er den Zorn des Paschas auf sich, dessen Tochter seine Geliebte ist. Bald darauf wird sein Vater zu Unrecht für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen hat.

Struggle of the Heroes – [1962] – Dieser Film von Taoufik Salah gehört zu den Top 100 Filmen des ägyptischen Kinos des 20. Jahrhunderts. Die Handlung dreht sich um einen jungen Arzt namens Shukri, der in ein ländliches Gebiet zieht und dort einem Dorf bei der Behandlung von Krankheiten, aber auch im Kampf gegen Armut und Hunger, hilft. Sein Widersacher ist der Feudalherr Adel Bey, der das Leben der Bauern kontrolliert. Auch eine Hebamme macht er sich mit seinen modernen Heilmethoden und der Sympathie, die ihm die Einwohner schon bald entgegenbringen, zum Feind. Doch dann bricht im Ort die Cholera aus, und die Menschen beginnen, ihm zu misstrauen …

Arabische FilmeThe Nile and the Life – [1968] – Ebenfalls von dem ägyptischen Filmregisseur Chahine porträtiert dieser Film die ägyptische Gesellschaft, aber auch sowjetische Arbeiter beim Bau des Assuanstaudamms. Chahines Vision Ägyptens ist eine Vision der Einheit und Diversität, und er zeigt in seinem Film, wie die neuen politischen Ziele des Landes sich auf seine Gesellschaft und Individuen auswirken.

Das Opium und der Stock [1971] – Ein algerisches Drama des Regisseurs Ahmed Rachedi, das um Themen wie Kolonialherrschaft handelt. Rachedi wurde 1970 für den Academy Award for Best Picture für den Film Z (1969) nominiert, den er koproduzierte.

Cruel Sea (Bay Ya Bahr) – [1971] – Dieser Film von Kalil Al Siddiq war der erste Spielfilm des Staates Kuwait und ist ein Historienfilm über das Land, als die Fischerei dort noch der Hauptberuf der Menschen war. Der Film handelt von einem verkrüppelten Perlentaucher, der seinem Sohn Mussaid nach einer Haiattacke verbietet, selbst nach Perlen zu tauchen, doch Mussaid sieht keine andere Möglichkeit, um an Geld zu kommen und seine Liebste heiraten zu können. Während eines Tauchgangs schließt sich eine Muschel um seine Hand und Mussad verstirbt, noch bevor sein Freund ihn zum Boot zurückbringen kann. Dort findet Mussaids bester Freund eine Muschel mit einer riesigen Perle, die er der Familie des Toten übergibt. Während sie aufs Meer starrt, die Perle in der Hand, sagt seine Mutter den Filmtitel auf Arabisch: Bas ya bahr (dt. Genug, grausames Meer!)!

A Thousand and One Nights – [1974] – Der Film des marokkanischen Regisseurs Souheil Ben Barka handelt vom Kampf gegen die Diskriminierung einheimischer Handwerker. Die Geschichte zeigt das Leben eines Wollfärbers und seines Sohnes Miloud, aber auch die tausend Hände alter Männer, Frauen und Kinder, die in Feinstarbeit Teppiche weben.

Sejnane – [1974] – Dieser Film des Regisseurs Abdelatif Ben Ammar zeigt die Entwicklung eines jungen Mannes, dessen Vater von einer politischen Organisation ermordet wurde und der zum Kämpfer für die Freiheit und Unabhängigkeit Tunesiens wird. Die Handlung spielt 1952, als Tunesien noch eine französische Kolonie war.

Chronicle of the Years of the Fire – [1975] –  Dieser Film ist ein algerisches Drama von Mohammed Lakhdar-Hamina, das den algerischen Unabhängigkeitskrieg durch die Augen eines Bauern zeigt. Er gewann 1975 beim Filmfestival von Cannes die Palme d’Or.

Crossing Over – [1982] – ist ein Film des tunesischen Regisseurs Mahmoud Ben Mahmoud. Am 31. Dezember 1980 wurden zwischen England und dem Festland zwei Passagiere von britischen und belgischen Behörden verhaftet und fanden sich als Gefangene an Bord der Autofähre, die diese beiden Staaten verbindet, wieder.

Der Mann aus Asche [1986] – Der Regisseur Nouri Bouzid wurde 1945 in Tunesien geboren. Der zukünftige Bräutigam Hachemi sieht sich vor seiner Eheschließung mit allerlei Ängsten konfrontiert. Als Jugendliche wurden er und sein Freund Farfat vom Tischler Ameur sexuell belästigt, ein Geheimnis zwischen den beiden, das mehr als nur die Hochzeit zu bedrohen beginnt.

Die Spur – [1988] – Dieser Film basiert auf den Kindheitserfahrungen der Regisseurin Néjia Ben Mabrouk. Sabra weigert sich im Tunesien Mitte der 80er-Jahre, auf eine häusliche Rolle reduziert zu werden. Ihre Mutter ist davon zwar nicht begeistert, hilft ihr aber, sich weiterzubilden. Doch als Mädchen sieht sie sich dem Druck einer männlich dominierten Gesellschaft gegenüber.

Das Kind der Dächer (Halfaouine) – [1990] – Dieser Film ist eine Tragikomödie von Férid Boughedir mit Selim Boughedir und Mustapha Adouani und erzählt die Geschichte von Noura, einem 12-jährigen Jungen, und seinem Weg ins Erwachsenenalter im Tunis der 1970er-Jahre. Noura lebt mit seiner Familie in Halfaouine, einem Viertel im Norden der Medina. Von klein auf hat der sehr kindlich aussehende 12-jährige seine Mutter ins lokale Badehaus, den Hammam, begleitet. Das Dampfbad und seine Innenhöfe sind Orte, an denen Frauen sich ungestört und nackt über ihre Probleme austauschen, und so versorgt er seine Freunde mit reichlich pikanten Details, bis es zu einem Zwischenfall kommt.

The Night – [1992] – Dieser syrische Film von Mohamed Malas handelt vom Konflikt zwischen den arabischen Ländern und Israel. Er wurde 1993 als erster syrischer Film auf dem New York Film Festival gezeigt.

Phantom Beirut – [1998] – Khalil kehrt nach vielen Jahren nach Beirut zurück, von wo er nach einem Kampf geflüchtet ist und sich als ums Leben gekommen ausgegeben hat.

 

Arabische Filme seit den 2000ern

Arabische FilmeAuf den Straßen von Casablanca – [2000] – Dieser Film ist ein marokkanisches Drama des Regisseurs Ali Zaoua, in dem es um das Leben eines kleinen Jungen in den Straßen von Casablanca geht.

The Gate of Sun – [2004] – Bab el Shams von Yousry Nasrallah ist die Geschichte der Palästinenser und von 50 Jahren Leiden, Hoffnung und Liebe zwischen Galiläa und den Flüchtlingslagern im Libanon.

Paradise Now – [2005] – Paradise Now ist ein Kinofilm des palästinensisch-niederländischen Regisseurs Hany Abu-Assad, der 2004 im Westjordanland gedreht wurde. Der Film erzählt die Geschichte zweier junger palästinensischer Selbstmordattentäter und ihres Versprechens, für ihre Tat ins Paradies zu gelangen.

Casanegra – [2008] – Adil und Karim, zwei Kindheitsfreunde aus Casablanca, finanzieren ihr Leben mit Gaunereien, bis einer der beiden beschließt, wieder „tugendhaft“ zu werden. Der andere möchte mit einem Visum nach Schweden auswandern.

Das Salz des Meeres [2008] – Dieser Film von Annemarie Jacina ist ein Roadmovie inmitten der Landschaften und Städte Israels und des Westjordanlands. Der Film zeigt, ohne Sentimentalität hervorzurufen oder Mitleid erwecken zu wollen, weniger den Palästinakonflikt als vielmehr die Suche zweier junger Menschen nach ihrer Identität in der Realität dieser Weltregion.

Masquerades – [2008] – Mounir und seine Familie leben in einem Dorf in Algerien und sind sehr auf seinen guten Ruf bedacht. Doch seine Schwester hat Narkolepsie und das Dorf hat gewisse Vorurteile gegen sie, z. B. dass sie als alte Jungfer enden wird. Ihr Bruder erfindet einen nicht existenten Verehrer, der sich durch Klatsch und Tratsch bald in einen reichen Australier verwandelt, und obwohl das ganze Dorf die Hochzeit vorbereitet, ist dieser natürlich weit und breit nicht in Sicht.

Caramel – [2009] – Die libanesische Regisseurin Nadine Labaki erzählt in einer romantischen Komödie vom Alltag fünf Frauen in Beirut.

Son of Babylon – [2009] – Der Film zeigt eine Reise durch den Irak, ein Land in Aufruhr, in dem niemand weiß, wie es weitergehen wird. Ein Junge und seine Großmutter begeben sich auf die Suche nach dem Vater des Jungen, der seit dem Golfkrieg vermisst wird.

Bittersweet (Molasses) – [2010] – Der aus dem Arabischen direkt übersetzte Titel dieses Films lautet „schwarzer Honig“ und bezieht sich auf das bittersüße Gefühl der Ägypter ihrem Heimatland gegenüber. In dieser Komödie hat ein Mann namens Masry vor Jahrzehnten das Land verlassen und kehrt nach 20 Jahren aufgrund des Todes seines Vaters zurück. Aber das Land hat sich verändert und er muss irgendwie die Nostalgie seiner Kindheit gegenüber mit der Realität seines derzeitigen Lebens ins Gleichgewicht bringen.

Et maintenant on va ou?Wer weiß wohin? – [2011] – Ebenfalls von Nadine Labaki, war dieser Film nach seiner Premiere beim Cannes Film Festival der finanziell erfolgreichste arabischsprachige Film. Der Film spielt in einem Dorf im Libanon, wo Muslime und Christen zusammenleben, und zeigt die religiöse Vielfalt des Landes. Als sich das Land inmitten eines Bürgerkrieges wiederfindet, müssen alle lernen, trotz ihrer Unterschiede miteinander umzugehen.

Wadjda – [2012] – Dieser Film war der erste Spielfilm einer saudi-arabischen Frau, der Regisseurin Haifaa al-Mansour, und auch der erste Spielfilm, der gänzlich in Saudi-Arabien gefilmt wurde. Das Mädchen Wadjda ist 10 Jahre alt und möchte ein grünes Fahrrad kaufen, das sie täglich auf dem Schulweg sieht. In ihrem Land wird den Frauen jedoch davon abgeraten, Fahrrad zu fahren. Sie beschließt, genug Geld zu verdienen, um sich das Rad dennoch zu kaufen.

Coming Forth by Day – [2013] – In diesem Film von Hala Lotfy geht es um eine Mutter und ihre Tochter, die sich in einem Randgebiet Kairos um ihren kranken Mann/Vater kümmern. Die Tochter Soad sehnt sich danach, sich ein eigenes Leben aufzubauen, muss aber ihre eigenen Bedürfnisse hintenanstellen.

Blessed Benefit – [2016] – Dieser jordanische Film handelt vom Bauarbeiter Ahmad, der im Gefängnis landet und dort feststellt, dass das Leben hinter Gittern möglicherweise besser ist als jenes, das er als freier Mann führte.

Der Affront – [2017] – Der Film handelt von einem Christen und einem Palästinenser, die sich vor Gericht in einem Rechtsstreit gegenüberstehen. Tony, der libanesische Christ, hat nicht viel für den palästinensischen Arbeiter übrig, den er nach einer Auseinandersetzung verklagt. Im Film geht es ganz offensichtlich um die Probleme und Traumata zwischen Libanesen und Palästinensern.

Capernaum – [2018] – Noch ein Film von Nadine Labaki über den Untergrund des Landes Libanon. Zain ist ein Junge aus den Slums Beiruts, der sich mit einer äthiopischen Migrantin und ihrem kleinen Kind anfreundet. Als die Frau aufgrund fehlender Arbeitsgenehmigung verhaftet wird, muss sich Zain um das Kind kümmern, obwohl er selbst noch fast ein Kind ist.

 

Arabische Filme der letzten 10 Jahre

Omar – [2013] – Dieser Film erzählt in Echtzeit die Geschichte von Omar, der die West Bank überquert und dabei von israelischen Soldaten angegriffen wird. Von Rache getrieben, töten er und seine Freunde eines Nachts einen israelischen Soldaten und Omar wird für den Mord festgenommen.

Wolf (Theeb) – [2014] – Dieser Film des britisch-jordanischen Regisseurs Naji Abu Nowar spielt während des Zweiten Weltkriegs. Weltkrieg. Ein Beduinenjunge wird zur Waise und findet sich alleine in der Wüste wieder. Dort muss er ganz auf sich gestellt, Wege finden, um zu überleben. Der Film wurde als erster jordanischer Film für einen Oscar nominiert.

Beauty and the Dogs (Aala Kaf Ifrit) – [2017] – Dieser Film des tunesischen Regisseurs Kaouther Ben Hania handelt von einer jungen Frau, die vergewaltigt wird. Das System lässt sie jedoch im Stich, denn ihre Peiniger sind Polizeibeamte. Trotz aller Widrigkeiten lässt sie sich vom Justizsystem nicht aufhalten und treibt die Untersuchungen voran.

Arabische FilmeAuf der Couch in Tunis [2019] – Die iranische Schauspielerin Golshifteh Farahani hat mehrere arabische Filme mit ihrem Talent bereichert. In diesem Film spielt Selma die Hauptrolle: Sie kehrt nach ihrer Ausbildung in Paris nach Tunesien zurück und will dort eine Praxis als Psychotherapeutin eröffnen. Als Frau jedoch in ihrem Metier gesellschaftlich akzeptiert zu werden, ist problematisch, doch irgendwie schafft sie es, alle Hürden zu überwinden.

Zelle (Zinzana) – [2019] – Dieser Thriller aus den VAE erzählt die spannende Geschichte von Talal, der eines Nachts wegen einer Kleinigkeit ins Gefängnis gesteckt wird und zum Opfer einer Reihe von Spielen wird, die ein korrupter Polizist betreibt. Wenn er das Gefängnis lebendig verlassen möchte, muss er mitspielen. Allerdings können die Konsequenzen seiner Taten schwere Folgen für seine Familie haben.

Abu Saddam – [2021] – Dieses Drama der ägyptischen Regisseurin Nadine Khan zeigt 24 Stunden im Leben eines aggressiven Lastwagenfahrers und seines Assistenten. Der Film hat an und für sich keine konkrete Handlung, gibt keine Antworten auf Fragen und ist offen für persönliche Interpretation.

Their Uncle – [2022] – Im Zentrum dieser ägyptischen Komödie steht Sultan, ein Boxer und Trainer, der mit seinem Freund Sean in einem Sportzentrum arbeitet. Die beiden finden sich zufällig in einer gefährlichen Situation wieder, als sie eine Druckerpresse zum Geldfälschen entdecken.

Kira & El Gin – [2022] – Wenn Sie arabische Filme mögen, die Ihnen Gänsehaut bereiten, dann wird dieser Film vermutlich Ihren Geschmack treffen. In diesem Thriller von Marian Hamed begegnen sich die Schicksale von Kira und El Gin im Jahre 1919 während der ägyptischen Revolution gegen die britische Besatzung.

The Crime – [2022] – Auch Netflix hat arabische Filme in seinem Repertoire. Dieser auf Netflix verfügbare Film von Sherif Arafa handelt von einem Mann namens Adel, der in den 1970er-Jahren wegen Halluzinationen in die Psychiatrie landet. Er flieht und wird zu einem gut bezahlten Auftragskiller, gerät jedoch in Konflikt mit seinen früheren Auftraggebern.  

Die Töchter von Olfa [2023] – Dieser Experimentalfilm von Kaouther Ben Hanni ist eine Art Dokumentation und handelt von einer tunesischen Mutter, deren zwei älteste Töchter sich in Libyen dem IS angeschlossen haben. Die Regisseurin lädt zwei Schauspielerinnen ein, den Verlust zu kompensieren, und der Film wurde auf dem Filmfestival in Cannes vorgestellt.

Hounds – [2023] – Ein Vater und Sohn arbeiten in Casablanca für die lokale Mafia, doch eine Entführung geht schief, und die beiden müssen eine Leiche loswerden. Auch dieser Film wurde beim Filmfestival von Cannes 2023 präsentiert.

Deserts – [2023] – Arabische Filme aus Marokko sind oft eine spannende Bestandsaufnahme. Mehdi und Hamid durchqueren in ihrem alten Auto die Dörfer des südlichen Marokkos, um Schulden einzutreiben. Sie verdienen wenig und müssen hart arbeiten, um genug Geld zu verdienen. Eines Tages finden sie einen mit Handschellen an ein Motorrad gefesselten Mann, einen Flüchtigen, den sie an die Behörden ausliefern sollen. Sie begeben sich daraufhin auf eine unerwartete mystische Odyssee. Der Film ist visuell und poetisch.

Inshalla a boy (Inshalla Wahed) – [2023] – Dieser Film von Amjad Al-Rasheed ist der erste jordanische Film, der beim Filmfestival von Cannes Premiere feierte. Das Drama erzählt die Geschichte von Nasal, deren Ehemann verstirbt. Doch einer Gesellschaft, in der einen Sohn zu haben den Unterschied ausmacht zwischen Privilegien und Diskriminierung, hat sie es nicht leicht.

 

Wichtiger arabischer Wortschatz zum Thema Kino und Filme

Arabisch Deutsch
سينما  siinimaa Kino
فيلم film Film
دراما dramaa Drama
كوميديا kuumiidyaa Komödie
رومانسية ruumansiya Liebesfilm/Romanze
مشاهدة فيلم mushaahadat film sich einen Film ansehen
الذهاب إلى دور السينما Al-dhahaab ʾilaa daar al-Siinimaa ins Kino gehen
هل تريد أن تذهب إلى دار السينما؟ hal turii-du (dii) ʾan tadheha-ba (bi) ʾilaa al-siinimaa? Willst du ins Kino gehen? (informal)
ما هو فيلمك المفضل؟ maa huwa filmu-ka (ki) al-mufaḍḍal? Was ist dein Lieblingsfilm?
هل لهذا الفيلم ترجمة بالإنجليزية/الألمانية؟ hal lihaadhaa al-film tarjamh bil-injiliiziyya/al-almaaniyya? Hat dieser Film englische/deutsche Untertitel?
…ممثلي/ممثلتي المفضل هو/هي mumathilii/mumathilatii al-mufaḍḍal/a huwa/hiya Mein/e Lieblingsschauspieler/in ist …
هذا الفيلم مضحك/حزين/ممل/مثير للتوتر/مثير للاهتمام haadhaa al-film muḍeHik/haziin/momil/muthiir li-tawatur/muthir lil-‘ihtimaam Dieser Film ist witzig/traurig/langweilig/spannend/interessant.