Die drei offiziellen Sprachen des Landes sind: Luxemburgisch, Französisch und Deutsch. Aber auch Englisch und Portugiesisch sind sehr verbreitet. Rund 20 % der Einwohner Luxemburgs sind portugiesischer Herkunft. Auch Arabisch und Farsi haben sich im Laufe der Jahre durch hohe Zahlen an Asylansuchenden stark verbreitet und mehr an Bedeutung gewonnen. Hier noch ein paar weitere Fakten zu den Sprachen in Luxemburg: Sich als Ausländer sprachlich zurechtzufinden, ist nicht so leicht, denn in Luxemburg gibt es, wie gesagt, 3 offizielle Sprachen: Französisch, Deutsch und Luxemburgisch. Was ist nun Luxemburgisch? Die luxemburgische Sprache oder kurz Luxemburgisch (Eigenbezeichnung Lëtzebuergesch) ist eine moselfränkische Sprachvariante des Westmitteldeutschen. Die unterschiedlichen Dialekte sind Teil des kontinental–westgermanischen Dialektkontinuums. Linguistisch gesehen ist Luxemburgisch ein hochdeutscher Ausbaudialekt. In der Europäischen Union gehört die Sprache zu den Minderheitensprachen und ist keine Amtssprache der EU (Wikipedia). Die Muttersprache der meisten Einheimischen ist Lëtzebuergesch. Bis ins 20. Jahrhundert wurde es als Dialektform des Deutschen jedoch noch nicht als eigenständige Sprache betrachtet. Eine Besonderheit des Luxemburgischen ist, dass es im Gegensatz zum Deutschen oder zu anderen deutschen Dialekten einen sehr hohen Anteil an französischen Lehnwörtern besitzt. Diese Sprache ist das Symbol der nationalen Identität. Ein Deutsch-Muttersprachler versteht Luxemburgisch nicht automatisch, sondern erkennt eventuell Wörter oder Satzkonstruktionen. Die nicht-germanischen Wörter erschweren hier das Verständnis. Luxemburgisch ist eine hochdeutsche Sprache und wird in bestimmten Teilen Deutschlands und Frankreichs als lokaler Dialekt erachtet. Die Sprache wird auch in kleinen Teilen angrenzender Länder gesprochen, etwa in Belgien. Dort war es während des Zweiten Weltkrieges allerdings verboten, Luxemburgisch zu unterrichten, was auch der Grund dafür ist, dass diejenigen, die noch die Sprache beherrschen, der ältesten Generation des Landes angehören. Man kann Luxemburgisch auch in den USA hören, wo es Einwanderer gibt, die diese Sprache sprechen. Eine ähnliche Variante des Luxemburgischen hat sich interessanterweise in Gebieten wie Transsilvanien (in Rumänien) gebildet. Die Sprachvarianten im Lande selbst nennen sich Areler, Miseler, Veiner, Weelzer usw. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Kleinstädten, was deren lokales Vokabular betrifft. Dies ist der Grund, warum man stets versucht, das Luxemburgische zu standardisieren. Französisch und Deutsch werden zur Erstellung gesetzlicher Dokumente verwendet, etwa für offizielle Deklarationen. Ein Gesetz aus dem Jahr 1984 hat Französisch zur Sprache der Legislative erklärt. Für administrative Zwecke werden jedoch Deutsch und Luxemburgisch verwendet. Gudd, besser, am beschten. (dt. Gut, besser, am besten.) Vill, méi, am meeschten. (dt. Viel, mehr, am meisten) Wéineg, manner, am mannsten. (dt. Wenig, weniger, am wenigsten.) Eng eeler Dame (dt. eine ältere Dame) Eng gréisser Firma (dt. eine größere Firma) Fotell (frz. fauteuil, dt. Sessel) Vakanz (frz. vacances, dt. Urlaub) Lastik (frz. élastique, dt. Gummiband) Moien (dt. Hallo) Äddi (dt. Tschüß) Wéi heescht du? (dt. Wie heißt du?) Ech si … (dt. Ich bin …) Wéi geet et dir? (dt. Wie geht es dir?) Mir geet et gutt / schlecht. (dt. Mir geht es gut / schlecht.) Wann ech glift. (dt. Bitte) Merci. (dt. Danke.) Als Luxemburg gegründet wurde, war Französisch die meistverwendete Sprache. Deshalb wird es auch als Hauptsprache im offiziellen und administrativen Bereich verwendet. Deutsch war die Sprache der Politik, um allen die Gesetze verständlich zu machen. In der Grundschule war Deutsch die einzige Sprache und Französisch wurde erst ab der Oberstufe unterrichtet. Im Jahr 1843 wurde dann ein Gesetz erlassen, das die Zweisprachigkeit in den Grundschulen einführte. In der französischen Sprache findet man heute noch Straßennamen, Geschäftsnamen, Fahrkarten, Hotels und Speisekarten. Die Zeitungen sind hauptsächlich auf Deutsch verfasst; es werden jedoch auch kulturelle Beiträge, Werbung und soziale Mitteilungen auf Französisch veröffentlicht. 1843 wurde das Gesetz der Zweisprachigkeit erlassen und Französisch verpflichtend. Auf diese Weise wollte man sich von Deutschland und dem Nationalismus abgrenzen. Laut einer Studie des Unterrichtsministeriums sprechen 98 % der Bevölkerung Französisch, 80 % Englisch und 78 % Deutsch. Luxemburgisch wird von 77 % der Bevölkerung verwendet. Französisch ist die Hauptkommunikationssprache, gefolgt von Luxemburgisch, Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Die Muttersprache der Luxemburger ist Luxemburgisch, das sich ein wenig wie Niederländisch anhört, aber eigentlich eine Mischung aus Deutsch und Französisch ist, mit regional und lokal variierenden Dialekten. Die Sprache steht dem Deutschen sehr nahe. Was ist Persisch? Persisch ist eine indoeuropäische Sprache, die den germanischen und romanischen Sprachen ähnelt und nur insofern mit Arabisch in Beziehung steht, als beide das gleiche Alphabet verwenden. Das persische Vokabular enthält viele Nomen, die man in den verschiedensten europäischen Sprachen wiederfindet. Beispiele dafür sind: pedar (dt. Vater), brodar (dt. Bruder), dokhtar (dt. Tochter), dar (dt. Tür), tondar (dt. Donner), moush (dt. Maus), pardis (dt. Paradies). Portugiesen stellen mit 16 % der Einwohner Luxemburgs die größte ausländische Bevölkerungsgruppe dar. Das Durchschnittsalter der luxemburgischen Portugiesen liegt bei etwa 36,7 Jahren. Damit sind sie jünger als andere Ausländer sowie als die Luxemburger selbst. Das liegt mitunter daran, dass die Zahl der Geburten aufgrund neuer strengerer Gesetze zum Erwerb der luxemburgischen Staatsangehörigkeit rückläufig geworden ist. Von den heute in Luxemburg lebenden Portugiesen wurden etwas mehr als zwei Drittel, also knapp 70 %, in Portugal geboren und der Rest im Großherzogtum. Der portugiesische Wanderungssaldo (Differenz zwischen Ein- und Ausreisen) stieg zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts an, nahm dann jedoch ab 2013 wieder ab. 2017 gab es 888 Portugiesen im Lande und die Zahl der Einwanderer nimmt stetig ab. Trotzdem stellen die Portugiesen noch den höchsten Anteil an Ausländern dar. Insgesamt leben mehr Portugiesen im Süden und Osten des Landes als im Westen. Moïen, bonjour, bom dia, hello, Hallo … Willkommen in Luxemburg! Wenn Sie in der Hauptstadt herumspazieren, hören Sie überall Luxemburgisch, Französisch, Portugiesisch, Englisch, Deutsch und andere Sprachen. Ausländer stellen mehr als 47 % der Bevölkerung dar (es gibt sogar 170 unterschiedliche Nationalitäten). 200 000 Personen pendeln täglich zur Arbeit nach Luxemburg. Allerdings muss man, um in Luxemburg einen Job zu ergattern, mindestens zwei Sprachen fließend sprechen, darunter Französisch. Der Gesundheits- und Dienstleistungssektor verwendet meist Französisch und Luxemburgisch. Was den Finanz- und Versicherungssektor betrifft, liegt Englisch vor dem Französischen. Englisch ist auch grundlegend, wenn Sie sich für einen Job im Tourismus- oder IT-Bereich bewerben. Luxemburgisch ist generell wichtiger in der Regierung, und Gespräche im Verkaufs- und Cateringbereich werden auf Französisch abgehalten. Gar nicht so leicht, sich in diesem Land auszukennen, nicht? Wir hoffen, Sie haben trotzdem einen besseren Einblick in die Sprachvielfalt Luxemburgs gewonnen. Hier noch einmal die wichtigsten Eckdaten: Na, haben Sie jetzt den Überblick über die Sprachenlandschaft unseres kleinen Nachbarstaats? Welche Sprachen spricht man in Luxemburg?
Luxemburgisch ist nur eine der Sprachen in Luxemburg
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Herkunft, Verwendung und Verbreitung des Luxemburgischen
Beispiele für Luxemburgisch:
Eine weitere der Sprachen in Luxemburg: Französisch
Die deutsche Sprache in Luxemburg
Farsi als eine der Sprachen in Luxemburg
Eine weitere Sprache in Luxemburg: Portugiesisch
Die luxemburgische Sprachenvielfalt in der Berufswelt
Kurze Zusammenfassung: Sprachen in Luxemburg





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